Irre! Polizei will Wohnung stürmen, doch die Tür ist ziemlich gut gesichert

Madrid - In Spanien wollte das Sondereinsatzkommando der Polizei eine Wohnung stürmen. Dazu musste aber erst einmal ein Hindernis überwunden werden: die Tür! In dem Fall gar nicht so einfach, die Polizisten stießen nämlich auf harten Widerstand!

Die Männer des Sondereinsatzkommandos brauchten fast eine Minute, um die Tür zu öffnen.
Die Männer des Sondereinsatzkommandos brauchten fast eine Minute, um die Tür zu öffnen.  © Screenshot Twitter/Alfredo Perdiguero M.

Normalerweise läuft es so ab: Kommando tritt Tür ein, kommt ungefragt rein (oft mit Gewehren in den Händen) und gibt dem Spitzbuben im besten Fall noch die Gelegenheit, sich freiwillig zu ergeben - falls er inzwischen nicht schon längst durchs Badezimmerfenster abgehauen ist. Wie gesagt, normalerweise...

Im Netz macht gerade das Video eines Polizeieinsatzes während einer Razzia die Runde. Zu sehen ist, wie mehrere Polizisten hartnäckig und mit Gewalt versuchen, eine Tür aufzubrechen.

Als das nach fast einer Minute doch noch gelingt (der Gesuchte dürfte jetzt schon über alle Berge sein), wird klar, welche Kraft da auf der anderen Seite wirkte: Der Bewohner hat die Tür zusätzlich mit einer Metall-Stange verriegelt. Offenbar rechnete er schon mit den "besonderen Gästen"...

Die User haben für diesen Einsatz nur Spott und Häme übrig: "Eine gute Tür, ich hätte sie auch gerne", heißt es in den Kommentaren. Oder: "Das ist keine Tür, das ist eine Mauer". Und: "Die Gesuchten sind schon am Flughafen."

Veröffentlicht hat das Video übrigens ein Polizist, um aufzuklären, warum die Tür geklemmt hat.

An dem Tag wurden noch insgesamt neun Menschen verhaftet, die Verbindungen zur separatistischen Bürgerorganisationen CDR haben sollen und angeblich ein Attentat für den 1. Oktober planten - dem zweiten Jahrestag des Katalonien-Referendums.

Separatisten kämpfen weiter für Trennung von Spanien

Die katalanischen Separatisten haben auch am zweiten Jahrestag des illegalen Unabhängigkeitsreferendums von 2017 die Fortsetzung ihres Kampfes bis zur Trennung von Spanien bekräftigt.

"Keine Unterdrückung wird ihn stoppen. Weder damals noch heute. Wir werden gewinnen!", twitterte Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont am Dienstag. Der 56-Jährige wurde nach dem Auftstand im Herbst 2017 entmachtet und floh danach nach Belgien (TAG24 berichtete), um nicht verhaftet zu werden.

Spaniens Ministerpräsident, Pedro Sánchez, warnte die Separatisten davor, "mit dem Feuer zu spielen", berichtet der spanische Radiosender "Cadena SER". Wie schon 2017 könne Katalonien wieder unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

Die Tür war zusätzlich mit einer Metall-Stange gesichert.
Die Tür war zusätzlich mit einer Metall-Stange gesichert.  © Screenshot Twitter/Orballo

Titelfoto: Screenshot Twitter/Alfredo Perdiguero M.

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