Fünf Männer vergewaltigen 18-jährige, doch der Richter handelt unfassbar!

Am Freitag protestierten tausende Spanier vor dem Justizministerium in Madrid.
Am Freitag protestierten tausende Spanier vor dem Justizministerium in Madrid.  © Twitter/Screenshot

Madrid (Spanien) - Dieser Vergewaltigungsfall hat in Spanien für Entsetzen gesorgt! Fünf Männer aus Sevilla reisten extra nach Pamplona, mit dem ganz klaren Vorsatz dort Frauen zu vergewaltigen. Mindestens eine 18-jährige wurde schließlich ihr Opfer, wie Videoaufnahmen beweisen sollen.

Doch der zuständige Richter handelt derart unfassbar, dass am Freitag tausende Menschen vorm Justizministerium in Madrid protestierten. Denn anstatt Videos und Nachrichten aus der Whatsapp-Gruppe der Vergewaltiger als Beweismittel zuzulassen, ließ er das Opfer observieren.

Dabei ist die Beweislage dermaßen erdrückend! Unter Titeln wie "Eine Schlampe auf Reisen" oder "Eine unter fünf" sollen die Täter die Videoaufnahmen der Vergewaltigung sogar mit ihren Freunden geteilt haben!

Außerdem geht aus dem Verlauf der Nachrichten, die sich die fünf Täter gegenseitig sendeten, hervor, wie perfide und von langer Hand sie ihr Verbrechen geplant hatten, berichtet "El Mundo".

Unter dem Hashtag #JusticiaPatriarcal machen viele Protestler ihrem Ärger Luft.
Unter dem Hashtag #JusticiaPatriarcal machen viele Protestler ihrem Ärger Luft.  © Twitter/Screenshot

Demnach berieten sich die Männer im Chat, wie sie ihr Opfer am besten betäuben könnten. "Als erstes müssen wir Chloroform besorgen und Seile, damit wir die Finger frei haben, denn wir wollen sie danach alle vergewaltigen", soll eine Whatsapp-Nachricht innerhalb der sogenannten "Rudel-Gruppe" gelautet haben.

Doch das Gericht lässt diese Nachrichten nicht als Beweismittel zu.

"Meiner Meinung nach hätten diese Nachrichten zugelassen werden müssen, denn sie zeigen, mit welchem Vorsatz diese Männer nach Pamplona gefahren sind", sagte der Strafverteidiger José Antonia Tuero gegenüber "El Mundo".

Stattdessen ließ der zuständige Richter das Opfer eine Woche lang von einem Privatdetektiv observieren.

Ergebnis: Der Frau geht es gut und sie ist nicht traumatisiert, berichtet "El Periodico". Dieses Vorgehen sorgt bei den Spaniern für Entsetzen, die unter dem Hashtag #JusticiaPatriarcal auf Twitter ihrem Ärger Luft machen. Auf Facebook kursiert außerdem ein Protestvideo von Frauen.

Die Verhandlung wird am 24. November fortgesetzt und soll dann zu ihrem Ende kommen. Die eigentliche Vergewaltigung liegt dann schon eineinhalb Jahre zurück, da sie sich bereits im Juli 2016 zugetragen haben soll.


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