Männer betäubt. Hat Elvis die „Venusfalle“ beauftragt?

Die Hebamme Sandra P. (32) gab seinerzeit die „Venusfalle“, betäubte Männer mit K.-o.-Tropfen. Elvis H. (28) „singt“ vor Gericht derzeit nicht.
Die Hebamme Sandra P. (32) gab seinerzeit die „Venusfalle“, betäubte Männer mit K.-o.-Tropfen. Elvis H. (28) „singt“ vor Gericht derzeit nicht.

Von Steffi Suhr

Dresden - Was für ein dreistes Paar! Elvis H. (28) soll Sandra P. (32) angestiftet haben, Männern K.-o.-Tropfen in die Drinks zu mischen, um sie auszurauben. Seit Mittwoch ist Prozess gegen ihn. Doch offenbar belog die „Venusfalle“ die Ermittler.

Die Serben waren 2013 ohne Aussicht auf Asyl in Dresden gestrandet. Um Geld für die Rückfahrt zu organisieren, flirtete die Hebamme Männer in Neustadt-Kneipen und Discos an, betäubte sie. Sandra hatte in ihrem Prozess hysterisch weinend behauptet: „Elvis ist schuld. Er hat mich angestiftet.“ Sie bekam über vier Jahre Haft, wurde abgeschoben.

Elvis wurde europaweit gesucht, im Juli in Montenegro verhaftet, sitzt nun vor Gericht und schweigt. „Auf der Flasche mit den Tropfen wurden nur Fingerabdrücke von Frau P. gefunden. Sie hat als Hebamme Ahnung davon“, referierte dagegen sein Anwalt Peter Hollstein. „Keines der Opfer hat einen männlichen Mittäter erwähnt. Und als die Polizei die beiden kontrollierte, wurde mein Mandant wieder auf freien Fuß gesetzt, weil ihm kein Tatnachweis zu machen war.“

Zur Klärung könnte Sandra P. nichts beitragen. Aber die ließ aus ihrer Heimat Serbien ausrichten, nicht nach Dresden zu kommen, um sich nicht selber zu belasten ... Urteil folgt.

Fotos: Thomas Türpe; Ove Landgraf


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