Dramatische Einsätze am Wochenende: Zwei Männer in der Ostsee ertrunken

Neustadt/Scharbeutz - Bei Badeunfällen in der Lübecker Bucht sind am Wochenende zwei Männer ums Leben gekommen.

Rettungskräfte beraten sich am Sonntagabend am Strand von Scharbeutz.
Rettungskräfte beraten sich am Sonntagabend am Strand von Scharbeutz.  © Arne Jappe/ Digitalfotografie Nyfeler

Vor Neustadt wurde am Samstag ein 43-jähriger Kitesurfer leblos im Wasser entdeckt. Er konnte nicht mehr gerettet werden, berichtete ein Polizeisprecher am Montag in Lübeck.

Am selben Tag wurde auch vor Scharbeutz ein 31 Jahre alter Mann leblos aus dem Wasser geholt. Er konnte zunächst reanimiert werden, starb aber später im Krankenhaus.

Am Wochenende habe es viel Wind, Wellen und Strömung in der Lübecker Bucht gegeben, die Rettungskräfte seien zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt, sagte der Polizeisprecher.

In einem See in Schwerin verunglückte in der Nacht zu Montag außerdem ein männlicher Taucher (TAG24 berichtete). Ein Bekannter des Mannes hatte in der Nacht den Notruf gewählt, um den Mann als vermisst zu melden. Er konnte am Morgen nur noch tot aus dem See geborgen werden.

Am Sonntagabend wurde am Strand von Scharbeutz ein weiterer Großalarm ausgelöst: Gegen 22.30 Uhr riefen Urlauber die Feuerwehr, weil sie einen Schwimmer beobachtet hatten, der dann plötzlich nicht mehr in der Ostsee zu sehen war. Die Feuerwehr, DLRG und die DGZRS suchten mit Booten die aufgewühlte Ostsee ab.

Nach etwa einer Stunde brachen die Einsatzkräfte in Rücksprache mit der Polizei den Einsatz am Strand von Scharbeutz ab. Am Sonntagabend war die rote Flagge am Strand von Scharbeutz gesetzt - absolutes Badeverbot.

Wie die DLRG bekannt gab, sind 2018 mindestens 504 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Das seien 100 mehr als in 2017 gewesen (TAG24 berichtete).

Leider sei es noch immer so, dass nicht alle Menschen schwimmen könnten, sich viele überschätzen oder die Gefahren in den Gewässern unterschätzen.

407 Badetote waren männlich, 92 weiblich. Bei den übrigen Todesfällen konnte die DLRG das Geschlecht nicht klären. "Ertrinken scheint ein männliches Problem", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) steht vor dem Fenster eines Wachturms.
Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) steht vor dem Fenster eines Wachturms.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Titelfoto: Arne Jappe/ Digitalfotografie Nyfeler

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