Prozess gegen sächsische Drogen-Mafia

Michael R. (42, li.) und Robert L. (27) wurden in Handschellen zum Richter geführt.
Michael R. (42, li.) und Robert L. (27) wurden in Handschellen zum Richter geführt.

Dresden / Riesa - Zwei mutmaßliche Dealer sollen in Riesa monatelang mit brutalen Mafia-Methoden den Drogenmarkt beherrscht haben.

Seit Mittwoch wird Michael R. (42) und Robert L. (27) der Prozess gemacht.

Sie sollen laut Anklage anderthalb Jahre andere Riesaer Dealer unter Druck gesetzt haben. Diese sollten ihre Drogen nur noch von Robert L. kaufen.

Wer nicht spurte, wurde mit Prügel oder Elektroschocks gequält. Allein 20 Fälle werden L. jetzt vorgeworfen. Michael R. soll an zwei beteiligt gewesen sein.

Hauptbelastungszeuge André H. versuchte offenbar ebenfalls als Dealer in der Riesaer Szene Fuß zu fassen. Als er im "Revier" der Angeklagten Marihuana verkaufen wollte, stattete L. ihm einen Besuch ab.

Er soll den Konkurrenten mit einem Elektroschocker niedergestreckt und ihm dann einen Rucksack mit 4000 Euro gestohlen haben.

Allerdings ist André H. derzeit nicht auffindbar, kann deshalb auch im Prozess nicht aussagen.

Der wurde am Mittwoch schon nach kurzer Zeit wieder vertagt. Denn in den Akten fehlte eine entlastende Zeugenaussage.

Weiter gehen soll es am 20. Oktober.

Foto: Ove Landgraf


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