AfD-Abgeordneter pöbelt, dann wird er aus Landtagsplenum geworfen

Magdeburg - Der AfD-Abgeordnete Alexander Raue hat Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch mehrfach beschimpft und ist dafür aus dem Sitzungssaal geworfen worden.

In der Vergangenheit wurde Landtagsvorsitzende Gabriele Brakebusch dafür kritisiert, nicht streng genug zu sein. Nun zog sie Konsequenzen und warf den AfD-Abgeordneten Alexander Raue aus dem Plenum.
In der Vergangenheit wurde Landtagsvorsitzende Gabriele Brakebusch dafür kritisiert, nicht streng genug zu sein. Nun zog sie Konsequenzen und warf den AfD-Abgeordneten Alexander Raue aus dem Plenum.  © DPA, Facebook, Alexander Raue

Brakebusch erteilte dem für seine provokanten Zwischenrufen bekannten Raue am Donnerstag zunächst einen Ordnungsruf und verwies ihn wenig später des Saales.

Die Landtagspräsidentin hatte nach zahlreichen Zwischenrufen bei einer Debatte zum Thema Abschiebehaft gesagt: "Es kann nicht sein, dass Sie ständig dazwischenquaken." Raue entgegnete, "ich quake nicht, vielleicht quaken Sie ja" und warf Brakebusch wenig später vor: "Sie sind unverschämt."

Daraufhin musste er den Plenarsaal verlassen und nahm für kurze Zeit auf der Besuchertribüne Platz. Wenig später durfte Raue in den Saal zurück. Es war das erste Mal in der laufenden Wahlperiode, dass ein Abgeordneter von der Landtagspräsidentin aus dem Saal geworfen wurde.

Abgeordnete vor allem von SPD, Grünen und Linken hatten immer wieder eine strengere Sitzungsleitung von Brakebusch verlangt.

Am Donnerstag hielt der Landtag Sachsen-Anhalts ein Plenum ab.
Am Donnerstag hielt der Landtag Sachsen-Anhalts ein Plenum ab.  © DPA

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