Ausschreitungen! Magdeburger Aufstiegsfeier endet im Chaos

Magdeburg - Der 1. FC Magdeburg hat Vereinsgeschichte geschrieben und den erstmaligen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Am Abend stieg ein Fest auch auf dem Magdeburger Hasselbachplatz, bei dem es am späten Abend zu Ausschreitungen kam.

Magdeburg bejubelte den Aufstieg - dann folgten Ausschreitungen.
Magdeburg bejubelte den Aufstieg - dann folgten Ausschreitungen.

Am Hasselbachplatz feierten laut Polizei circa 2000 Menschen. Der Bereich wurde weiträumig – auch für den Verkehr – abgesperrt.

Straßenbahnen fuhren den Hasselbachplatz nicht an. Nach Angaben der Polizei gab es bereits am zeitigen Abend vereinzelte Einsätze wegen Körperverletzung. Insgesamt sei die Lage jedoch noch friedlich gewesen.

Nach der Aufstiegsfeier aber gab es dann mitten in der Innenstadt Randale. Die Situiation sei nach ersten Informationen umgekippt.

Polizeieinheiten sind derzeit vor Ort.

Reporter berichten von chaotischen Zuständen. Es brennen Fanutensilien. Betrunkene Fans ziehen grölend durch die Straßen. Manche twitterten von Nazi-Parolen.

Es seien auch Böller geworfen worden.

Magdeburger "Aufstiegsnacht" endete im Chaos und mit Festnahmen

  Polizeieinheiten sind derzeit vor Ort.
Polizeieinheiten sind derzeit vor Ort.

Doch damit nicht genug. Wie ein Polizeisprecher in der Nacht mitteilte, seien insgesamt 150 gewaltbereite Personen auf die Polizei mit Steinen und Flaschengeschossen losgegangen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hielten sich die eingesetzten Beamten noch bewusst im Hintergrund, ließen demnach alle rund 2500 Feiernden gewähren.

Um der Lage Herr zu werden, wurden weitere Polizeikräfte aus ganz Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Landeshauptstadt beordert. Mit dem Einsatz von Pfefferspray und sogar eines Wasserwerfers wurden die Chaoten von dem zentralen Platz vertrieben. Laut Polizei wurden mehrere Gewalttäter festgenommen. Unter anderem laufen Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

Die Anzahl der Verletzten ist unterdessen noch immer unklar, jedoch fuhren Rettungswagen teilweise im Minutentakt vor.

Ausgangspunkt für das zunächst friedliche Fest war der Sieg gegen Fortuna Köln. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel gewann am Samstag mit 2:0 (2:0) und konnte so schon drei Spieltage vor dem Saisonende der 3. Liga nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze verdrängt werden (TAG24 berichtete).

Am Hasselbachplatz feierten zunächst ca. 2000 Menschen friedlich - bis die Situation eskalierte.
Am Hasselbachplatz feierten zunächst ca. 2000 Menschen friedlich - bis die Situation eskalierte.  © Tom Wunderlich

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