AfD-Abgeordneter will zur CDU wechseln

Jens Diederichs (53) möchte die AfD verlassen und zur CDU wechseln.
Jens Diederichs (53) möchte die AfD verlassen und zur CDU wechseln.

Magdeburg - In der sachsen-anhaltinischen Landtagsfraktion der Alternative für Deutschland gab es zuletzt schon personelle Veränderungen. Sowohl Sarah Sauermann als auch Gottfried Backhaus hatten ihren Austritt erklärt. Jetzt möchte auch der Abgeordnete Jens Diederichs (53) die AfD-Fraktion verlassen und gleich zu einer anderen Partei wechseln.

Gegenüber dem MDR Sachsen Anhalt bekräftigte der Politiker seinen Schritt, aus der Fraktion austreten, sein Landtagsmandat aber behalten zu wollen.

Dazu möchte er der CDU beitreten. Falls der 53-Jährige seinen Aufnahmeantrag bis kommende Woche vorlegt, möchte die Union auch über seinen Wechselwunsch beraten.

Doch warum will Diederichs die Partei, für die er 2016 in den Landtag einzog, überhaupt verlassen?

Angeblich ist ihm die AfD zu rechtslastig geworden, stößt dem Politiker insbesondere die Nähe zur "Identitären Bewegung" unangenehm auf.

Während der Abgeordnete darauf bestehen soll, dass sich die Partei zum Negativen verändert habe, widerspricht dem der sachsen-anhaltinische Landeschef André Poggenburg (42) deutlich. Er finde nicht, dass es innerhalb der AfD Entwicklungen nach rechts gebe.

Andere AfD-Kollegen sollen den Austritt des wechselwilligen Politikers nicht bedauern.

Von Linken-Politiker Andreas Höppner (49) hagelt es Spott für die kleiner werdende AfD-Fraktion, bei der nach Diederichs Abgang nur noch 22 von 25 Abgeordneten übrig sind: "Wenn jetzt jede Woche einer aus der AfD Fraktion austritt, ist der #ltlsa in 22 Wochen AfD frei! #AfD-Auflösung #wegmitdemdreck", schreibt er auf Twitter.

Im Gegensatz zu Diederichs, der die AfD ganz verlassen möchte, sind die anfangs erwähnten Abgeordneten Sauermann und Backhaus zwar aus der Landtags-Fraktion ausgetreten, haben die Partei bislang jedoch noch nicht verlassen.


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