Familien-Drama in Wohnung! Sohn (18) verriegelt alle Türen und legt Brand

Magdeburg - In einem Wohngebiet im Magdeburger Norden hat sich in der Nacht zu Karfreitag ein Familiendrama abgespielt.

Großeinsatz in der Nacht zu Karfreitag in Magdeburg.
Großeinsatz in der Nacht zu Karfreitag in Magdeburg.  © Tom Wunderlich

Die Feuerwehr wurde nach der Alarmierung einer Frau gegen 23.45 Uhr in die Lumumbastraße nahe des Neustädter Sees gerufen. In ihrer Wohnung solle es brennen, berichtete sie.

Die Kameranden befreiten die 41-Jährige und ihren jüngeren Sohn (9) aus der brennenden Wohnung eines Mehrfamilienhauses.

Im Zuge der Ermittlungen kristallisierte sich ein unfassbarer Verdacht heraus!

Nach ersten und noch unbestätigten Informationen soll der ältere Sohn (18) ein Zimmer in der gemeinsamen Wohnung angezündet und sämtliche Türen der gemeinsamen vier Wände verschlossen haben. Er soll sogar den Rauchmelder abgeklebt haben, damit niemand das Feuer bemerkt.

Kurz nach dem Brand wurde der 18-Jährige von Polizeibeamten festgenommen. Nach TAG24-Informationen soll er auf einer nahegelegenen Parkbank gesessen und den Einsatz von dort aus beobachtet haben.

Die Hintergründe dieser unglaublichen Tat sind noch unklar. Der Tatverdächtige befindet sich aktuell in polizeilichem Gewahrsam. Mutter und Bruder kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.

UPDATE, 10.45 Uhr: Polizei bestätigt Vorfall

Die Magdeburger Polizei hat den Fall, wie oben beschrieben, bestätigt. Demnach sei die 41-Jährige und ihr neunjähriger Sohn im Wohnzimmer eingeschlossen gewesen. Der Brand selbst war in einem Nachbarzimmer ausgebrochen. Dieser sei offenbar vorsätzlich gelegt worden, worauf mehrere Brandausbruchsstellen hindeuten.

Die Ermittlungen wegen Verdacht der besonders schweren Brandstiftung dauern an.

Dichter schwarzer Qualm drang aus dem Mehrfamilienhaus.
Dichter schwarzer Qualm drang aus dem Mehrfamilienhaus.  © Tom Wunderlich
Der tatverdächtige Sohn (18) wurde vorläufig festgenommen.
Der tatverdächtige Sohn (18) wurde vorläufig festgenommen.  © Tom Wunderlich

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