Erst Mittelfinger, dann Schläge: Betrunkene greifen Polizisten an

Magdeburg - Das letzte Bier war offenbar zu viel: Als Polizisten in der Nacht zu Sonntag einen betrunkenen 30-Jährigen durchsuchen wollten, schlug dieser plötzlich nach den Beamten. Kurz darauf griff auch sein 34-jähriger Begleiter die Ordnungshüter an.

Die Beamten erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen. (Symbolbild)
Die Beamten erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen. (Symbolbild)  © 123rf/Heiko Kverling

Die Beamten hatten zunächst beobachtet, wie der 30-Jährige den Mittelfinger in Richtung ihres Streifenwagens zeigte, so die Polizei. Als sie den Mann daraufhin kontrollieren wollten, habe er die Herausgabe seiner Personalien verweigert und sollte deswegen durchsucht werden.

Just in diesem Moment soll der Mann in Richtung der Köpfe der Beamten geschlagen haben. Dabei wurde einer der Gesetzeshüter am Kinn getroffen.

Die Polizisten versuchten daraufhin, dem Beschuldigten Handfesseln anzulegen. In diesem Moment habe auch der 34-jährige Begleiter des Mannes in das Geschehen eingegriffen und versucht, die Beamten von dem Beschuldigten wegzuziehen.

Die Situation konnte schließlich gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften bewältigt werden. Die beiden Beamten soll sich bei dem Vorfall leichte Verletzungen wie Prellungen und Risswunden zugezogen haben, setzten ihren Dienst jedoch fort.

Der 30-Jährige soll während des Geschehens unter erheblichem Alkoholeinfluss gestanden haben. Ein Test habe einen Wert von 1,88 Promille ergeben.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung ein.