"Der Pate" vor Gericht: Enorme Sicherheitskontrollen vor Prozess-Auftakt

Magdeburg - Ende Juni gab es rund um den Magdeburger Hasselbachplatz eine großangelegte Razzia, bei der vier Personen vorläufig festgenommen wurden. Ein 35-Jähriger, der in Polizeikreisen als der "Magdeburger Pate" bekannt ist, steht nun vor Gericht.

Dem "Paten von Magdeburg" wird seit Montag der Prozess gemacht.
Dem "Paten von Magdeburg" wird seit Montag der Prozess gemacht.  © Thomas Schulz

Ein Granatwerfer, ein Sturmgewehr und kiloweise Drogen: Das war die Ausbeute der Polizei bei einer Razzia im vergangenen Juni.

Etwa 60 SEK-Beamte hatten eine Wohnung und eine Shisha-Bar in der Nähe des Magdeburger Hasselbachplatz gestürmt, eine Eingangstür gesprengt und vier Personen festgenommen (TAG24 berichtete).

Einer der Tatverdächtigen ist ein bekannter Drogenhändler und steht seit Montag wegen seiner zahlreichen Straftaten vor Gericht. Zum Prozessauftakt am Montag im Magdeburger Landgericht sicherten zahlreiche vermummte und schwerbewaffnete Polizisten den Eingang. Sogar ein Kleinstkind wurde bei der Personenkontrolle genauestens unter die Lupe genommen.

Dem 35-jährigen Angeklagten werden zahlreiche Straftaten im Zusammenhang mit Drogengeschäften zwischen April 2015 und Juni 2019 vorgeworfen. 14 Verhandlungstage sind angesetzt, eine Vielzahl von Zeugen wird erwartet. Zu Beginn wurde einen Antrag der Verteidigung wegen Befangenheit der Staatsanwältin gestellt.

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Die Justizbeamten im Magdeburger Landgericht kontrollieren jeden Besucher.
Die Justizbeamten im Magdeburger Landgericht kontrollieren jeden Besucher.  © Thomas Schulz
Granatwerfer, Sturmgewehre und jede Menge Drogen: Das fanden die Einsatzkräfte des SEK im Juni.
Granatwerfer, Sturmgewehre und jede Menge Drogen: Das fanden die Einsatzkräfte des SEK im Juni.  © LKA Magdeburg

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