Alarm auf dem Campingplatz! 47 Schüler und Lehrer müssen isoliert werden

Grömitz - Großeinsatz im Zeltlager: 45 Kinder und zwei Betreuer erkrankten auf einem Campingplatz im Grömitzer Ortsteil Lensterstrand bei Lübeck an Magendarm-Beschwerden.

Feuerwehr und Rettungsdienst besprechen die Lage.
Feuerwehr und Rettungsdienst besprechen die Lage.  © Digitalfotografie Nyfeler/Arne Jappe

Wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle berichtete, wurde der Vorfall am Mittwochabend bekannt.

Daraufhin wurden die Erkrankten durch den Rettungsdienst untersucht und in Zelten vom restlichen Zeltlager isoliert.

"Der Campingplatz ist momentan normal in Betrieb. Das ist auch im September noch ein beliebtes Reiseziel", sagte der Sprecher.

Bei der Isolation handelte es sich seinen Angaben nach um eine Sicherheitsmaßnahme, um eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu verbreiten.

Bei den Kindern handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um Schüler der 8. Klasse aus der Region Hannover.

Wie groß die Gruppe insgesamt war, war zunächst unklar.

Ursache gibt Rätsel auf

Ein Mann im blauen Ganzkörperschutzanzug geht in Richtung Campingplatz.
Ein Mann im blauen Ganzkörperschutzanzug geht in Richtung Campingplatz.  © Digitalfotografie Nyfeler/Arne Jappe

Alle 47 Erkrankten konnten jedoch vorerst auf dem Campingplatz bleiben.

Ein Team betreute sie über Nacht vor Ort, wie der Sprecher weiter mitteilte.

Um eine Ansteckung auszuschließen, trugen Einsatzkräfte Ganzkörperschutzanzüge.

Der Ursprung der Erkrankungen war zunächst unklar.

Die Rettungsleitstelle konnte einen Virus nicht ausschließen, nannte aber auch ein Lebensmittel als mögliche Ursache.

"Das Gesundheitsamt wird den Vorfall im Laufe des Tages noch mal prüfen und einschätzen", berichtete der Sprecher weiter.

Update, 16.30 Uhr

Helfer in Schutzkleidung versorgen die Kinder.
Helfer in Schutzkleidung versorgen die Kinder.  © Carsten Rehder/dpa

Mehrere Jugendgruppen und zwei erwachsene Betreuer sind in einem Zeltlager in Grömitz an der Ostsee an Brechdurchfall erkrankt. Sie wurden auf dem Gelände des Jugendcamps Grömitz im Haupthaus isoliert und in einem mobilen Krankenlager behandelt, sagte eine Sprecherin des Kreises Ostholstein am Donnerstag.

In Zelten habe niemand übernachten müssen. Betroffen waren am Mittwoch und in der Nacht 49 Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren sowie die beiden Betreuer.

Zunächst war von 45 Kindern die Rede gewesen. Es sollte sich um Schüler aus der Region Hannover handeln. Helfer in Schutzanzügen und mit Mundschutz kümmerten sich um die Kranken.

Das mobile Krankenlager wurde errichtet, weil es an Kapazitäten in den umliegenden und weiter entfernten Krankenhäusern fehlte.

Der Rettungsdienst, das Deutsche Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter waren im Einsatz. Der Fachdienst Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit des Kreises nahm Proben. Sie werden im Labor ausgewertet.

Ein Ergebnis über die Ursache der Beschwerden soll frühestens am Montag vorliegen. Denkbar sind ein Virus oder aber auch verdorbene Lebensmittel.

Der Vorfall spielte sich auf dem Campingplatz in Grömitz ab.
Der Vorfall spielte sich auf dem Campingplatz in Grömitz ab.  © Carsten Rehder/dpa

Die Symptome ließen im Laufe des Tages bei den meisten Kindern nach. "Keiner der Betroffenen ist schwer erkrankt", sagte die Kreissprecherin.

Einige Kinder wurden bereits von ihren Eltern abgeholt. Die meisten Genesenen sollten mit Bussen abreisen.

Am Donnerstagnachmittag hatten noch vier Kinder Beschwerden. Deren Rückfahrt nach Hause wurde ebenfalls bereits organisiert.

Um 17 Uhr am Mittwoch hatte die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS) dem Kreis Ostholstein akuten Brechdurchfall gemeldet - zu dem Zeitpunkt von 15 Kindern. Daraufhin wurden die Erkrankten durch den Rettungsdienst untersucht und vom restlichen Zeltlager isoliert.

"Der Campingplatz ist momentan normal in Betrieb. Das ist auch im September noch ein beliebtes Reiseziel", sagte ein Sprecher der Leitstelle. Die Isolation sollte ein mögliches Ausbreiten der Krankheit vermeiden.

Das Jugendcamp Grömitz liegt nur wenige Schritte hinter den Dünen des Ostseestrandes. Die Anlage mit Zelten, Campinghütten und Zimmern im Festhaus hat, wie es auf der Homepage heißt, Kapazität für etwa 900 Personen.

Titelfoto: Digitalfotografie Nyfeler/Arne Jappe

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