Mahnwache und Demo für zweite getötete Radfahrerin am Montag

Berlin – Nachdem am Sonntagmittag eine Fahrradfahrerin von einem abbiegenden BVG-Bus überrollt wurde, mahnen und demonstrieren Berliner am Montagnachmittag.

Am Sonntagmittag kam eine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
Am Sonntagmittag kam eine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben.  © Morris Pudwell

Schon zwei tote Radfahrerinnen in Berlin: Das ist die erschreckende Bilanz des noch jungen Jahres.

Nachdem vor knapp zwei Wochen eine Frau am Kottbusser Tor von einem Lkw überrollt wurde, musste am Sonntagmittag eine Radlerin in Johannisthal ihr Leben lassen, nachdem sie von einem abbiegenden Bus der Berliner Verkehrsbetriebe am Groß-Berliner Damm erfasst wurde.

Kurz nach dem tödlich verlaufenen Abbiegeunfall in Kreuzberg gedachten viele Menschen der verstorbenen 68-Jährigen. Auch dieses Mal soll eine Mahnwache stattfinden. Sie ist für Montag 17.30 Uhr angesetzt. Der adfc Berlin wird an der Unfallstelle ein weißes Geisterrad aufstellen, wie er auf Facebook verrät. Im Anschluss soll es eine Fahrraddemo bis zum Bundesverkehrsministerium geben.

Erst am Freitag, also zwei Tage vor der Tragödie in Johannisthal, debattierte der Bundestag über die Einführung eines Tempolimits von 30 Stundenkilometern innerhalb der Stadt, um für mehr Sicherheit für Radfahrer zu sorgen.

"Kommt zahlreich und demonstriert mit uns! Unsere Botschaft an die Politik: Unsere Straßen dürfen nicht länger eine solche Gefahr darstellen!", fordert der adfc.

Eine Radfahrerin wurde von einem Linienbus überfahren.
Eine Radfahrerin wurde von einem Linienbus überfahren.  © Morris Pudwell

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