Mai-Demos in Sachsen: Zehntausende fordern soziale Gerechtigkeit

DGB-Vorsitzende Iris Kloppich (64) sprach bei der Kundgebung in Dresden.
DGB-Vorsitzende Iris Kloppich (64) sprach bei der Kundgebung in Dresden.  © DPA

Sachsen - Am Tag der Arbeit haben nach DGB-Angaben 23.000 Menschen an den Maikundgebungen in Sachsen teilgenommen - deutlich mehr als im vergangenen Jahr.

Unter dem Motto „Wir sind viele, wir sind eins“ unterstrichen die Gewerkschaften dabei knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl ihre Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit.

Die sozialen Abstiegsängste vieler Menschen müssten ernst genommen und entschlossen dagegen vorgegangen werden, sagte Sachsens DGB-Vorsitzende Iris Kloppich (64) bei einer Kundgebung in Dresden. Eine neue Steuerpolitik sei nötig, die niedrige und mittlere Einkommen entlaste.

In Leipzig forderte der hiesige IG -Metall-Chef Olivier Höbel die Politik auf, die Tarifautonomie zu stärken. „Wir werden uns im Wahlkampf zur Bundestagswahl sehr genau ansehen, welche Parteien für arbeitnehmerfreundliche Positionen stehen und welche nicht“, so Höbel.

Insgesamt hatte der DGB zu 14 Maikundgebungen in Sachsen aufgerufen. In Bautzen stellte sich zudem ein breites Bündnis mit einer Menschenkette einer Kundgebung der NPD entgegen.

In Bautzen demonstrierte die NPD - doch 600 Menschen stellten sich den Nazis auf einer Gegendemo in den Weg.
In Bautzen demonstrierte die NPD - doch 600 Menschen stellten sich den Nazis auf einer Gegendemo in den Weg.  © DPA

Titelfoto: DPA


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