Er ließ seinen Vater elendig sterben: Über 10 Jahre Haft!

Maik V. (39) muss wegen Totschlags, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung in den Knast.
Maik V. (39) muss wegen Totschlags, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung in den Knast.  © Alexander Bischoff

Leipzig - Er mimte den überforderten Sohn, dabei ging es ihm nur um den eigenen Vorteil.

Maik V. (39), der in Leipzig seinen demenzkranken Vater (72) erschlug, ist vom Landgericht zu zehn Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Keine Überforderung sondern die Ich-Bezogenheit des Angeklagten habe zum Tod des 72-jährigen Paul V. geführt, stellte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf im Urteil klar. Um an die Rente seines alten Herren und an das Pflegegeld zu kommen, holte Maik V. den schwer kranken Vater im Februar aus dem Heim zu sich nach Hause.

Der auch unter einer schweren Diabetes leidende Senior vegetierte fortan auf der Wohnzimmer-Couch vor sich hin.

Nach gerichtlicher Feststellung schlug der Angeklagte seinen Vater immer wieder mit einem Kantholz und stellte spätestens am 26. März dessen Versorgung ein. Während der Vater im Sterben lag, habe der Angeklagte am PC gesessen und lustige Tierfilme geschaut, so Richter Jagenlauf. Am 30. März starb Paul V. elendiglich.

Das Schwurgericht verurteilte Maik V., der vor der Polizei gestanden, im Prozess aber alles widerrufen hatte (TAG24 berichtete), wegen Totschlags, Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung.

In diesem Haus kam der Senior gewaltsam zu Tode.
In diesem Haus kam der Senior gewaltsam zu Tode.  © Alexander Bischoff

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