In diesem Restaurant zahlst Du nicht mit Geld, sondern mit Followern

Mailand - Ist das die Bezahlmethode der Zukunft? In einem Sushi-Restaurant in Mailand (Italien) zückt man nicht wie gewöhnlich das Portemonnaie, sondern greift zum Smartphone, um seine Rechnung zu begleichen.

Für Werbung auf Instagram gibt's in einem Mailänder Sushi-Restaurant kostenloses Essen. (Symbolbild)
Für Werbung auf Instagram gibt's in einem Mailänder Sushi-Restaurant kostenloses Essen. (Symbolbild)  © Colourbox

Dabei zahlen Gäste nicht etwa per Mobil-Überweisung, sondern holen ihr Handy aus der Tasche, um auf Instagram zu gehen. Denn bezahlt in dem neu eröffneten Restaurant "This Is Not A Sushibar" laut einem Bericht des "Telegraph" mit Followern.

Die Brüder Matteo und Tomma Pittarello wollen mit der ungewöhnlichen Bezahlmethode für ihren neuen Laden werben - und hoffen, dabei nicht pleite zu gehen. Das Konzept ist einfach.

Die Kunden gehen in das Restaurant, bestellen einen Teller Essen und posten dann ein Foto von der Mahlzeit und dem Restaurant auf Instagram. Je nachdem, wie viele Follower sie haben, wird das nächste Gericht - und möglicherweise noch mehr danach - erstattet.

Für Gäste mit 1000 bis 5000 Followern sehen die Restaurant-Besitzer eine kostenlose Platte Sushi oder Sashimi vor. Für Kunden mit 5000 bis 10.000 Followern gibt es zwei Platten gratis. Richtig absahnen können Leute mit noch mehr Fans.

Bei bis zu 50.000 Followern darf man von vier Gratis-Tellern naschen, bei bis zu 100.000 Anhängern von acht Tellern. Und ab 100.000 Followern ist All you can eat angesagt - und das völlig kostenlos.

"Ein Pop-up-Restaurant in London hatte vor ein paar Jahren eine ähnliche Idee, aber sie dauerte nur ein paar Wochen. Das Gleiche geschah in St. Petersburg. Wir wollen das erste Restaurant der Welt sein, das dies dauerhaft anbietet", erklärt Matteo Pittarello die Idee.

Zwar sei er sich der Gefahr bewusst, dass sein Restaurant von Kunden mit einer großen Anzahl von Social-Media-Anhängern überschwemmt werden könnte, die Gratis-Essen fordern. Doch der Besitzer bleibt gelassen.

"Dies ist nur eines von sechs Restaurants, die wir in unserer Kette haben, und 90 Prozent unseres Geschäfts sind für Hauslieferungen und Takeaway Food bestimmt. So wird es nur ein kleiner Teil unserer Kunden sein, die das Angebot nutzen. Ziel ist es, unsere Sichtbarkeit zu erhöhen", sagt Pittarello.

Gratis-Produkte oder kostenloses Essen wie bei "This Is Not A Sushibar" sind unter Instagram-Stars längst keine Seltenheit mehr. Bleibt abzuwarten, ob das Restaurant diesem Konzept wirklich auf Dauer treu bleiben wird.

Titelfoto: Colourbox

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