Dieb bestiehlt Rollstuhlfahrer, doch dann begeht er einen großen Fehler

Die Festnahme erfolgte beim Weihnachtsmarkt am Mainzer Hauptbahnhof (Symbolbild).
Die Festnahme erfolgte beim Weihnachtsmarkt am Mainzer Hauptbahnhof (Symbolbild).  © dpa/Patrick Seeger

Mainz - Ein gesuchter Dieb war am Freitag unweit des Weihnachtsmarktes am Mainzer Hauptbahnhof auf Beutezug. Doch der junge Mann suchte sich die falschen Opfer aus.

Es war ausgerechnet eine Zivilstreife der Mainzer Polizei, die der 17-Jährige gegen 17.40 Uhr mit Klemmbrett und Stift in der Hand ansprach und um eine "Spende" bat. Die Beamten gaben sich daraufhin zu erkennen und baten den Jugendlichen um seine Ausweispapiere, wie das Polizeipräsidium Mainz am Samstagmorgen mitteilte.

Auf der Stelle machte der 17-Jährige kehrt und wollte Reißaus nehmen, doch er kam nicht weit. Die Polizisten nahmen ihn in Gewahrsam. Dabei wehrte sich der junge Mann aus Leibeskräften. Er schrie und beschimpfte die Beamten mit "Beleidigungen und Titulierungen aus der Zeit des Nationalsozialismus", wie es in der Mitteilung heißt.

Auf der Polizeiwache konnte der Gefasste dann "nahezu zweifelsfrei" als Täter eines unverschämten Diebstahls identifiziert werden, der am Donnerstag in der Altstadt von Mainz verübt worden war. Dabei war einem schwerbehinderten Rollstuhlfahrer eine Bauchtasche mit Portemonnaie aus dem Schoß geraubt worden. Der 33-Jährige war völlig wehrlos, nur durch Schreien konnte er auf das Verbrechen aufmerksam machen.

Am Donnerstag konnte der Dieb noch entkommen. Sein Beutezug am Freitag jedoch wurde ihm zum Verhängnis.

Titelfoto: dpa/Daniel Maurer


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