Warnung der Polizei in Mainz: Drogen mit eventuell tödlicher Wirkung

Mainz - Die Polizei in Mainz hat sich mit einer eindringlichen Warnung an die Bevölkerung gewandt: Es besteht eventuell Lebensgefahr!

Die Polizei warnt vor gefährlichen, neuartigen Designerdrogen (Symbolbild).
Die Polizei warnt vor gefährlichen, neuartigen Designerdrogen (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Die Beamten des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz warnen vor äußerst gefährlichen Drogen, sogenannten "Legal Highs".

Der Name steht für "neue psychoaktive Substanzen (NPS)", damit sind Designerdrogen gemeint, die mitunter derart neuartig in ihrer Zusammensetzung sind, dass sie in Deutschland noch nicht durch das Betäubungsmittelgesetz verboten wurden.

"Legal Highs" werden oft über Online-Shops vertrieben, wo sie offiziell als Badesalz, Kräutermischung oder Reinigungsmittel angeboten werden.

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnte nun am Samstagabend dringend vor der Einnahme von als "Legal Highs" angebotenen Substanzen.

Hintergrund ist eine Polizei-Aktion in Aachen (TAG24 berichtete). Dabei waren Ende November größere Mengen an Betäubungsmitteln sichergestellt worden.

"Legal Highs": Warnung vor extrem gefährlichen Drogen!

Die Polizei Aachen warnt ausdrücklich vor sogenannten "Legal Highs".
Die Polizei Aachen warnt ausdrücklich vor sogenannten "Legal Highs".  © Polizei Aachen

Wie die Polizei in Mainz weiter mitteilte, hätten chemische Untersuchungen der in Aachen sichergestellten Drogen ergeben, dass in mindestens drei Fällen "eine Todesursache durch Einnahme dieser Stoffe" nicht ausgeschlossen werden könne beziehungsweise als wahrscheinlich einzustufen sei.

Die Drogen, die offenbar auch in Rheinland-Pfalz im Umlauf sein könnten, sind demnach in auffälligen Plastik-Verpackungen portioniert. Ein Foto der Polizei in Aachen ist in diesen Artikel eingebunden.

Die Polizei in Mainz rät: "Sollten Sie 'Legal Highs' oder ähnliche Stoffe zu sich genommen haben, dann begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Aufsicht. Es besteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Sollten Ihnen Personen bekannt sein, die diese Stoffe erworben oder konsumiert haben, verständigen Sie unverzüglich Polizei und Rettungsdienste."

Es hätten sich Hinweise ergeben, dass die gefährlichen Drogen unter Anderem über die Onlineshops "buyresearchchemicals.de" und "myway24.eu" vertrieben wurden.

Die Beamten weisen ferner darauf hin, dass ein Besuch beim Arzt aufgrund der gesetzlichen Schweigepflicht der Mediziner keine Strafverfolgung nach sich zieht.

Titelfoto: Polizei Aachen

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