Dynamos trauriger Niedergang: Nächste Pleite!

Michael Hefele (vorn) musste sich nach der Niederlage mit seinen Kollegen am Fanblock erklären.
Michael Hefele (vorn) musste sich nach der Niederlage mit seinen Kollegen am Fanblock erklären.

Von Dirk Löpelt

Mainz - Der traurige Niedergang der SG Dynamo Dresden geht leider weiter. Die Schwarz-Gelben blamierten sich erneut, leisteten sich bei der Zweiten des FSV Mainz - bis dahin Vorletzter der 3. Liga - eine weitere peinliche Pleite.

Es war bereits die siebte Niederlage im achten Pflichtspiel 2015. Eine desaströse Bilanz.

Dynamo-Trainer Peter Németh hatte den Ausfall des gelb-rot-gesperrten Dennis Erdmann damit kompensiert, Nils Teixeira in die Innenverteidigung zu beordern. Zudem durfte der begnadigte Sylvano Comvalius von Beginn an stürmen.

Für die Sachsen war es im doppelten Sinne ein Heimspiel. Einerseits waren die 1500 Gästefans deutlich in der Überzahl, zudem erinnerte der Rasen im altehrwürdigen Bruchwegstadion an das Geläuf in Dresden.

Justin Eilers (Mitte) vergab in der Endphase eine Großchance.
Justin Eilers (Mitte) vergab in der Endphase eine Großchance.

Die erste Großchance besaßen dennoch die „U 23“- Talente des FSV. Nach einem Fehler von Justin Eilers kam Lucas Hoeler im Strafraum an den Ball, verzog aus spitzem Winkel aber knapp (13.).

Auf der anderen Seite ballerte Comvalius dem Mainzer Schlussmann Robin Zentner genau in die Arme (15.).

Dann war‘s mal wieder passiert: Nach einer Ecke verteidigten die Schwarz-Gelben anfängerhaft und Dennis Franzis knallte die Kugel von der Strafraumgrenze in den linken Winkel - 1:0 für Mainz (18.).

Und weiter ging‘s in die falsche Richtung: Sinan Tekerci konnte in letzter Not gegen Hoeler blocken (24.), der 22-m-Knaller von Philipp Klement strich knapp über die Querlatte (27.) und Richard Weil brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern über den Kasten zu zimmern (32.).

Hoeler zwang den vielbeschäftigten Patrick Wiegers mit einem 20-m-Volleyschuss zu einer Glanztat (37.).

Torwart Patrick Wiegers war beim Gegentor machtlos.
Torwart Patrick Wiegers war beim Gegentor machtlos.

Und von Dynamo? War bis zur Pause bis auf den Schuss von Justin Eilers (41.) fast nichts mehr zu sehen. Ideenlos, planlos, teils scheinbar sogar lustlos, emotionslos - 45 Minuten zum Vergessen! So kann man sich, so darf man sich nicht präsentieren.

Und es wurde wie fast immer in der zweiten Halbzeit kaum besser.

Michael Hefele hatte zwar mehr durch Zufall den Ausgleich auf dem Fuß, ballerte aber drüber (60.). Wiegers verhinderte gegen Hoeler dann die Vorentscheidung (63.). Eilers versuchte es aus der Drehung - da waren schon 77 Minuten rum.

Zumindest in der Schlussphase rannten die Dresdner mit dem Mut der Verzweiflung an. Tekerci wäre in der 92. Minute per Kopf fast noch der Ausgleich gelungen - doch der wäre an diesem Tag nicht mal verdient gewesen.

Fotos: Thomas Eisenhuth


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