Pyrotechnik im Stadion: FSV Mainz kündigt heftige Konsequenzen an

Mainz/Kaiserslautern - Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat nach dem Abbrennen von Pyrotechnik während des verlorenen Pokal-Derbys beim 1. FC Kaiserslautern Konsequenzen angekündigt.

Feuerwehrleute löschen am 10.08.2019 beim Spiel gegen Kaiserslautern brennende Bengalos, die von Mainzer Fans aufs Spielfeld geworfen wurden.
Feuerwehrleute löschen am 10.08.2019 beim Spiel gegen Kaiserslautern brennende Bengalos, die von Mainzer Fans aufs Spielfeld geworfen wurden.  © DPA

Sollten die Täter ermittelt werden, drohen ihnen den Angaben vom Montag zufolge Haus- und Stadionverbote, Vereinsausschlussverfahren und Regressforderungen.

"Wir sind erschüttert über die für alle sichtbaren unkontrollierbaren Konsequenzen des Einsatzes von Pyrotechnik", sagte der Mainzer Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann nach der 0:2-Niederlage am Samstag. "Das Verhalten einiger Besucher des Spiels hat die Grenze des Tolerierbaren bei weitem überschritten."

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wegen Abbrennens von Pyrotechnik sowie der Vermummung von zehn Personen Ermittlungen eingeleitet.

Die genaue Anzahl der am Missbrauch der Pyrotechnik beteiligten Personen solle durch Auswertung des Videomaterials festgestellt werden.

"Als mögliche Delikte kommen Vergehen der Sachbeschädigung, des Landfriedensbruches, der gefährlichen Körperverletzung, nach dem Sprengstoffgesetz sowie wegen Verstoß gegen das Vermummungsverbot nach dem Versammlungsgesetz in Betracht", hieß es weiter.

Geprüft werde zudem, ob die Verletzungen von vier Zuschauern in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Pyrotechnik ständen, hieß es in einer Mitteilung des 1. FC Kaiserslautern.

Jean-Paul Boetius von Mainz steht vor aufs Spielfeld geworfenen brennenden Bengalos.
Jean-Paul Boetius von Mainz steht vor aufs Spielfeld geworfenen brennenden Bengalos.  © DPA

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