Nach schwerer Krankheit: Kardinal Lehmann (†81) gestorben

Mainz - Kardinal Karl Lehmann ist tot. Der frühere Mainzer Bischof starb nach Angaben des Bistums am Sonntagmorgen in seinem Haus in Mainz.

Kardinal Lehmann war der ehemalige Bischof des Bistums Mainz.
Kardinal Lehmann war der ehemalige Bischof des Bistums Mainz.  © dpa/Fredrik von Erichsen

Der 81-Jährige hatte seit September vergangenen Jahres mit den Folgen eines Schlaganfalls und einer Hirnblutung gekämpft. Zuletzt waren seine Kräfte deutlich geschwunden. Der frühere Bischof war einer der beliebtesten Katholiken Deutschlands und genoss weltweit Ansehen.

Nach seinem Schlaganfall war Lehmann zunächst in einem Krankenhaus behandelt worden. Seit Dezember vergangenen Jahres wurde er schließlich zu Hause in Mainz versorgt. Nach Angaben seines Nachfolgers im Amt des Bischofs, Peter Kohlgraf, hatte er zuletzt selbst signalisiert, dass er sich "auf den Weg macht."

Der gebürtige Sigmaringer war von 1983 bis 2016 rund 33 Jahre lang Bischof des Bistums Mainz, von 1987 bis 2008 leitete Lehmann die Deutsche Bischofskonferenz. Im Mai 2016 war Lehmann mit 80 Jahren in den Ruhestand gegangen. Aus Altersgründen hatte er den Papst darum gebeten, seinen Dienst zu beenden. Im August 2017 trat Kohlgraf seine Nachfolge als Bischof an.

In vielen Debatten bezog Lehmann klar Stellung - zum Beispiel mit seinem gemäßigt liberalen Kurs bei der Schwangeren-Konfliktberatung und bei wiederverheirateten geschiedenen Katholiken. Er setzte sich auch für die Verständigung zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche ein.

Update 13.27 Uhr: Der verstorbene Mainzer Kardinal soll nach Angaben des Bistums am Mittwoch (21. März) beigesetzt werden. Das Requiem soll an dem Tag um 15 Uhr im Mainzer Dom beginnen, wie das Bistum am Sonntag mitteilte. Nach dem Gottesdienst werde Lehmann dann in der Bischofsgruft des Domes beigesetzt.

Die Bevölkerung habe in den nächsten Tagen in der Kirche des Mainzer Priesterseminars Gelegenheit, von Lehmann Abschied zu nehmen. Dort werde der Verstorbene vom Dienstag (13. März) an ab 17 Uhr aufgebahrt.

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen


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