Muslimische Kita muss wegen salafistischen Inhalten dicht machen: Verein wehrt sich!

Mainz/Koblenz - Der juristische Streit um die Schließung der einzigen muslimischen Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz geht weiter.

Bereits zuvor wurde ein Eilantrag des Vereins abgelehnt.
Bereits zuvor wurde ein Eilantrag des Vereins abgelehnt.  © DPA

Der Moscheeverein Arab Nil Rhein, der Träger der Kita in Mainz ist, hat Beschwerde gegen eine vorangegangene Entscheidung des Mainzer Verwaltungsgerichts eingelegt, wie der Vorsitzende, Samy El Hagrasy, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das Gericht hatte einen Eilantrag des Vereins gegen die Schließung abgelehnt und verfügt, dass der Kindergartenbetrieb bis Ende April geduldet wird. Zuvor hatte das Landesjugendamt eine Schließung zum 31. März angeordnet (TAG24 berichtete).

Mit der Beschwerde des Vereins landet der Fall nun vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte am Montag den Eingang. Eine Begründung der Beschwerde stehe noch aus. Wenn die vorliege, werde das Ganze geprüft.

Das Verwaltungsgericht Mainz hatte seine Entscheidung in der vergangenen Woche damit begründet, dass die von dem Verein vorgetragenen Distanzierungen von extremistischen oder salafistischen Strömungen nicht hätten überzeugen können.

Samy El Hagrasy ist der Vorsitzende des Moscheevereins Arab Nil Rhein.
Samy El Hagrasy ist der Vorsitzende des Moscheevereins Arab Nil Rhein.  © DPA

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