Wenn eine Schneiderin anfängt zu malen, kann so was rauskommen

Dieses Foto von Kate Moss brachte die Künstlerin gleich mehrfach auf die Leinwand.
Dieses Foto von Kate Moss brachte die Künstlerin gleich mehrfach auf die Leinwand.

Von Katrin Koch

Dresden - Sie malt Menschen, die wir kennen. Aber nicht so, wie wir sie kennen - Martha Scherm (62). Die Schneidermeisterin hat vor drei Jahren die Schere gegen den Pinsel getauscht.

Am 14./15. November (12 bis 15 Uhr) stellt sie ihre neuen Bilder im „Kunstraum“ in der Kästnerpassage (Bautzner Straße 23-25) vor.

Es ist ein Wiedersehen mit alten Bekannten - mit da Vincis Mona Lisa und Boticellis Venus. „Ich habe mit den Alten Meistern angefangen.

Dabei habe ich gelernt, in die Tiefen der Gestaltung und Farbkomposition einzutauchen. Ich habe sie aber nicht kopiert, sondern auf meine Weise in Acryl und Öl interpretiert“, sagt Martha Scherm.

„Am liebsten male ich Porträts, nach Fotos von ausgezeichneten Fotografen. Peter Lindbergh ist mein Favorit.“ Von ihm stammt auch das Foto von Supermodel Kate Moss, das die Malerin in verschiedenen Variationen auf die Leinwand brachte.

Unübersehbar: Marthas Schwärmerei für Schauspieler Mads Mikkelsen („Die Königin und der Leibarzt“) und seine französische Kollegin Isabelle Huppert. Ihres wie auch andere Porträts kosten um 700 Euro.

Gerade malt Martha an ihrem größten Bild, gut 2 mal 2 Meter groß. Es zeigt Michelangelos Schöpfungsgeschichte, die Trennung von Licht und Finsternis - und einen nackten Po!

Das Lieblingsbild der Malerin: „Isabelle“. Hier stand die französische Schauspielerin Isabelle Huppert Pate.
Das Lieblingsbild der Malerin: „Isabelle“. Hier stand die französische Schauspielerin Isabelle Huppert Pate.
Martha Scherm (62) vor ihrem bisher größten Popo: Michelangelos Trennung von Licht und Finsternis.
Martha Scherm (62) vor ihrem bisher größten Popo: Michelangelos Trennung von Licht und Finsternis.

Fotos: Ove Landgraf


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