Schlangenplage auf Mallorca wird immer bedrohlicher

Schlangen werden auf Mallorca mancherorts zur Plage. Giftig sind sie nicht, aber sehr angriffslustig und gefährlich (Symbolbild).
Schlangen werden auf Mallorca mancherorts zur Plage. Giftig sind sie nicht, aber sehr angriffslustig und gefährlich (Symbolbild).  © Andrea Warnecke/dpa

Mallorca - Sie wurden in den letzten 15 Jahren beim Import von Pflanzen eingeschleppt: Eidechsen-, Treppen- und Hufeisennatter. Jetzt werden die Hufeisennattern auf Mallorca mancherorts zur Plage.

Äußerst aggressiv zeigt sich die Hufeisennatter, insbesondere, wenn sie in die Enge getrieben wird. Sie beißt zu und kann tiefe Wunden verursachen, weshalb man das Tier auf keinen Fall anfassen sollte.

Anwohner entdecken die angriffslustige Schlange immer häufiger im eigenen Garten oder auf Feldwegen. Von einer Schlangenplage ist daher im Nordosten der Insel die Rede.

"Seit April wurden 200 Schlangen auf der Insel eingefangen. Auf Formentera 600 seit November", zitiert das "Mallorca Magazin" Samuel Piña Fernández, Professor am biologischen Institut der Balearen-Universität UIB.

Die bis zu zwei Meter langen Schlangen sind zwar nicht giftig, jagen den Menschen auf Mallorca aber gehörig Angst ein. Natürliche Feinde haben sie nicht, wodurch sie sich ungehindert ausbreiten können.

Deshalb werden die gefangenen Tiere eingeschläfert und an der Balearen-Universität untersucht. "Unser Ziel ist es, die Tiere genau zu studieren und zu lokalisieren, um dann besser gegen die Ausbreitung angehen zu können", sagt der Zoologe.

"Mittlerweile haben die Reptilien sich fast überall auf der Insel verbreitet." Die Aktionen zur Eindämmung haben zu spät begonnen.

Urlauber und Inselbewohner sollten sich also spätestens dann in Acht nehmen, wenn sie einem der Tiere begegnen.


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