Keine Ende der Gift-Quallen! Wieder Badeverbote für Urlauber

Palma - Es ist nicht nur eklig - es ist gefährlich, aber vor allem auch schade für die zahlreichen Urlauber der beliebten Insel! Auf Mallorca sind nach der Sichtung hochgiftiger Quallen Medien zufolge Badeverbote im Gebiet der Inselhauptstadt Palma verhängt worden.

Seit dem Wochenenden ist an einen ungehinderten Badespaß auf Malle nicht zu denken.
Seit dem Wochenenden ist an einen ungehinderten Badespaß auf Malle nicht zu denken.  © DPA

Rote Flaggen seien am Mittwochnachmittag an Stränden der Viertel Can Pastilla und Molinar gehisst worden, berichteten Regionalzeitungen wie "Diario de Mallorca" übereinstimmend unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Mindestens zwei lebende Exemplare der äußerst giftigen Quallenart Portugiesische Galeere (Physalia physalis) waren zuvor den Angaben zufolge im Wasser der Bucht von Palma gesichtet worden (TAG24 berichtete).

Man führe in dieser eklig-gefährlichen Sache schon seit Wochen Untersuchungen durch. Denn es wurden schon Exemplare der Portugiesischen Galeere vor der Küste der Balearen-Inseln Ibiza und Formentera sowie in anderen Bereichen des Mittelmeeres gesichtet.

Die betroffenen Strände liegen östlich des Hauptstadtzentrums, unweit des besonders bei deutschen Touristen beliebten "Ballermann"-Strandes.

Badegäste werden von der Stadt gebeten, weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden zu melden!

Jetzt trifft Quallen-Alarm Mallorca

Badegäste sollen weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden melden.
Badegäste sollen weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden melden.  © DPA

Der Quallen-Alarm läuft bereits seit Anfang der Woche. Da gab es einen Fund eines toten Exemplars der Portugiesischen Galeere am sehr beliebten Strand Ciudad Jardin im Viertel Molinar.

Am Wochenende waren in der Provinz Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Daraufhin waren dort Strände auf einer Länge von knapp 120 Kilometern gesperrt worden. Die Portugiesische Galeere ist normalerweise nicht im Mittelmeer heimisch.

Die gesichteten Exemplare seien nach Vermutungen von Experten von starker Strömungen vom Atlantik durch die Straße von Gibraltar an die Küste Spaniens gespült. Dabei handelt sich um eine Quallenart, die aus einer Kolonie voneinander abhängiger Polypen besteht.

Die bläulich schimmernden Tiere haben teils meterlange Tentakeln. Ihr Gift kann kleinere Fische töten, Menschen im Normalfall jedoch nicht. Der Kontakt mit dieser Quallenart kann aber extreme Schmerzen verursachen.

Alarm-Stufe Qualle gab es 2017 auch auf Tenneriffa. Die Kanaren wurden ebenfalls von den gefährlichen Biestern heimgesucht. Zu dieser Jahreszeit gab es diese Plage bis dato nie... (TAG24 berichtete).


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