Malteser wollen Kliniken in Sachsen verkaufen

Görlitz/Kamenz - Die Malteser wollen aus Kostengründen gleich zwei ihrer Kliniken in Sachsen verkaufen - das sorgt für Unruhe. Betroffen sind die Krankenhäuser St. Johannes in Kamenz und St. Carolus in Görlitz.

Die Malteser wollen bundesweit sechs ihrer acht Kliniken verkaufen, auch das St. Johannes in Kamenz.
Die Malteser wollen bundesweit sechs ihrer acht Kliniken verkaufen, auch das St. Johannes in Kamenz.  © xcitepress/rl

Das Gesundheitsministerium ist vergrätzt: "Die Absicht der Malteser, die beiden Krankenhäuser in Görlitz und Kamenz zu verkaufen, kam völlig überraschend und wurde nur über die Medien kommuniziert. In den letzten Monaten wurde alles getan, um die Krankenhausstandorte zu unterstützen. Es ist wichtig, dass die medizinische Versorgung gesichert ist und dafür muss jetzt alles getan werden."

Sauer ist auch der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (52, CDU) - er wurde ebenfalls überrascht, spricht von zerstörtem Vertrauen: "Nach zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Monaten schien der Görlitzer Standort auf einem guten Weg mit klaren Zukunftsplänen zu sein."

Laut den Maltesern sollen als neue Eigentümer nur in Deutschland tätige, renommierte Krankenhausträger angesprochen werden. Im ersten Quartal 2020 soll es dann Klarheit geben.

Der Görlitzer OB Octavian Ursu (52, CDU) zeigte sich entsetzt über die Verkaufspläne. Er habe davon nichts gewusst.
Der Görlitzer OB Octavian Ursu (52, CDU) zeigte sich entsetzt über die Verkaufspläne. Er habe davon nichts gewusst.  © dpa/Sebastian Kahnert

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