Fünf Meter langes Mammut-Skelett zurück in Sachsen-Anhalt

Die Rekonstruktion wurde im Institut für spezielle Zoologie der Uni Jena anatomisch korrekt neu aufgestellt und ist nun im Landesmuseum in Halle (Saale) zu sehen.
Die Rekonstruktion wurde im Institut für spezielle Zoologie der Uni Jena anatomisch korrekt neu aufgestellt und ist nun im Landesmuseum in Halle (Saale) zu sehen.  © DPA

Halle (Saale) - Die Kopie eines Mammutskeletts ist nach seiner Komplettsanierung wieder zurück im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale).

"Becken, Wirbel und Fußhaltung wurden nach neuesten anatomischen Erkenntnissen neu geformt", sagte Archäologin Juliane Weiß am Montag in Halle (Saale).

Experten hatten seit Oktober 2016 im Institut für spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie in Jena das Skelett aus einer speziellen Plastikmasse gefertigt. Als Vorbild für die Abgüsse dienten ihnen die Originalknochen des "Mammuts von Pfännerhall".

Ein Baggerfahrer hatte das Mammutskelett 1953 im Braunkohletagebau im Geiseltal bei Merseburg (Saalekreis) entdeckt. Es ist eines der wichtigsten eiszeitlichen Tierskelettfunde in Deutschland. Das Originalskelett befindet sich im Depot.

Es handelt sich um einen Bullen mit 2,75 Meter Höhe und 5,20 Meter Länge. Er war ungefähr 35 bis 40 Jahre alt und lebte vor rund 220.000 Jahren. Mammuts starben vor etwa 120.000 Jahren als Folge des Klimawandels aus.

Derzeit ist im Landesmuseum bis zum 21. Mai 2018 die Sonderausstellung "Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution" zu sehen.


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