"Man muss ihm Respekt zollen": Kaan Ayhan verteidigt Mesut Özil

Düsseldorf - Der deutsch-türkische Fußballprofi Kaan Ayhan bedauert die öffentliche Auseinandersetzung, die sich während der Weltmeisterschaft in Russland um den mittlerweile zurückgetretenen deutschen Nationalspieler Mesut Özil ergab.

Sind beide in Gelsenkirchen aufgewachsen: Mesut Özil (li.) und Kaan Ayhan.
Sind beide in Gelsenkirchen aufgewachsen: Mesut Özil (li.) und Kaan Ayhan.  © DPA/Montage

"Zu dem Rücktritt kann ich nichts sagen, da dies die private Angelegenheit von Mesut Özil ist. Aber mir tat die Diskussion während der WM für Özil leid", sagte der 23 Jahre alte Abwehrchef von Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf der Funke Mediengruppe.

Özil habe sich vor vielen Jahren als Nationalspieler für den Deutschen Fußball-Bund entschieden. "Das ist dann eine Entscheidung, die bis zum Karriereende bestehen bleibt, das weiß man als Fußballer", sagte der wie Özil in Gelsenkirchen aufgewachsene Ayhan.

"Deswegen ist es falsch, Özil vorzuwerfen, er würde sich nicht mit Deutschland identifizieren. Man muss ihm auch Respekt zollen", ergänzte der frühere Schalke-Spieler Ayhan.

Ayhan betonte, dass er die Kultur einer türkischen Familie "mit in die Wiege gelegt" bekommen habe. "Deswegen fühle ich mich in Gelsenkirchen zu Hause, aber meine kulturelle Heimat ist die Türkei."

Der Abwehrspieler hat 28 Spiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften bestritten, wechselte aber 2013 zur türkischen U21. Mittlerweile hat Ayhan acht Einsätze in der A-Nationalmannschaft der Türkei.


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