Kriminalitätsanstieg! Polizei-Kontrollen an Flüchtlingszentrum werden verstärkt

Das Asylbewerber-Aufnahmezentrum in Manching.
Das Asylbewerber-Aufnahmezentrum in Manching.  © DPA

Ingolstadt - Bayern will mit mehr Polizeipräsenz mögliche Straftaten im Umfeld des umstrittenen Flüchtlingszentrums Ingolstadt/Manching verhindern.

Zudem werde es auch innerhalb des sogenannten Transitzentrums mehr Kontrollen der Bewohner geben, kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in Ingolstadt an.

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisierte das neue Polizeikonzept scharf. Es bedeute eine "Kriminalisierung von Flüchtlingen".

Das Innenministerium begründete das Maßnahmenpaket mit der "Zunahme der Kriminalität in und um das Transitzentrum seit 2015".

Es gebe insbesondere einen deutlichen Anstieg der von Zuwanderern begangenen Straftaten. Im Jahr 2016 sei die Zahl dieser Taten im Jahresvergleich von 602 auf 955 gestiegen.

Zunahme der Kriminalität in und um das Transitzentrum

In diesem Jahr hätten sich die Zahlen auf einem hohen Niveau stabilisiert. "Von Januar bis September 2016 waren es 746 Straftaten, im gleichen Zeitraum 2017 waren es mit 735 Straftaten nur geringfügig weniger", sagte Herrmann.

Bayern betreibt in Manching und Bamberg zentrale Aufnahmeeinrichtungen in ehemaligen Kasernen, in denen die Asylverfahren beschleunigt werden sollen, um Flüchtlinge ohne Bleiberecht schneller abschieben zu können.

Kritiker verlangen ein Ende der Unterbringung von Asylsuchenden in diesen Großanlagen.

Titelfoto: DPA


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