Star aus "Ein Kessel Buntes": Manfred Uhlig (†91) ist tot

Leipzig - Horst Köbbert (†2014), Lutz Stückrath (81) und Manfred Uhlig - als "Die drei Dialektiker" brachten sie die Republik zum Lachen. Das Trio moderierte bis 1977 die DDR-Show "Ein Kessel Buntes". Seit Mittwoch ist von den Kabarettisten nur noch Stückrath übrig - Manfred Uhlig verstarb im Alter von 91 Jahren in Leipzig.

"Die drei Dialektiker" vom "Kessel Buntes": Manfred Uhlig (v.l.), Horst Köbbert und Lutz Stückrath.
"Die drei Dialektiker" vom "Kessel Buntes": Manfred Uhlig (v.l.), Horst Köbbert und Lutz Stückrath.  © Bundesarchiv/Klaus Franke

Ein Millionenpublikum hat über Uhligs Witze gelacht - nicht nur im DDR-Fernsehen. Bis 1962 stand der studierte Schauspieler auf der Bühne des Leipziger Kabaretts "Pfeffermühle", u.a. mit Helga Hahnemann (†1991) - Uhlig entdeckte sie fürs komödiantische Fach. Er moderierte 24 Jahre lang bei Radio DDR I fast 300 Folgen der Sendung "Alte Liebe rostet nicht".

Bis zu seinem Tod blieb Uhlig seiner Geburtstadt Leipzig treu - und der BSG Chemie Leipzig. Die Fußballer erfuhren auch als Erste von Uhligs Tod - ein Spieler der ersten Mannschaft gehört zu Uhligs Familie. "Welche Bedeutung 'Männe Uhlig' für unsere BSG hat, ist kaum in Worte zu fassen. Nie scheute er sich, zu Chemie zu stehen, verpasste kaum ein Spiel", teilt der Verein mit.

Bei der Matinee zu Uhligs 90. Geburtstag in der Pfeffermühle wurden 1500 Euro für den guten Zweck gesammelt - Uhlig spendete sie seinen Lieblingskickern! "Große Menschen hinterlassen große Lücken. Danke für alles, Manfred!", verabschiedet sich die BSG.

Manfred Uhlig wurde 1978 mit dem Kunstpreis der DDR und 2017 mit der "Goldenen Henne" geehrt.
Manfred Uhlig wurde 1978 mit dem Kunstpreis der DDR und 2017 mit der "Goldenen Henne" geehrt.  © picture alliance/Dirk Kohl

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