Zwei Vulkanausbrüche! Ein Toter und mehrere Menschen verletzt

Nach tagelangem Brodeln und Lavaströmen hat der philippinische Vulkan Mayon am Montag eine riesige Aschewolke in den Himmel geschleudert.
Nach tagelangem Brodeln und Lavaströmen hat der philippinische Vulkan Mayon am Montag eine riesige Aschewolke in den Himmel geschleudert.  © Bullit Marquez/AP/dpa

Manila – Auf den Philippinen kommt der Vulkan Mayon nicht zur Ruhe. Der 2463 Meter hohe Berg spuckte auch am Dienstag wieder mächtige Lavafontänen und Dampfwolken aus.

Nach Angaben der Behörden schoss die Lava bis zu 700 Meter in den Himmel. Aus Furcht vor einem gewaltigen Ausbruch haben inzwischen etwa 40.000 Menschen die Umgebung verlassen.

Der Mayon - etwa 330 Kilometer im Süden der Hauptstadt Manila - ist der aktivste Vulkan des Inselstaats in Südostasien. Die Behörden haben inzwischen die Alarmstufe 4 ausgerufen. Das bedeutet, dass es innerhalb der nächsten Tage eine gefährliche Eruption geben kann. Der Schulunterricht in der Provinz fällt vorerst aus. Zudem wurden Notunterkünfte eingerichtet.

Ein anderer Vulkan sorgte ebenfalls für Unruhe. Ein Vulkan hat Felsbrocken auf eine Seilbahngondel in Japan geworfen und eine todbringende Lawine ausgelöst. Ein Soldat starb in den Schneemassen, als er mit fünf Kameraden während einer Übung auf Skiern am Vulkan Kusatsu-Shirane unterwegs war. Der Vulkan spie nach Medienangaben Asche und Felsbrocken aus.

Die vom Gestein zertrümmerten Glasfenster der Seilbahngondel verletzten mehrere Menschen. Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt, einige von ihnen schwer, wie der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete. Die Behörden warnten vor weiterem dicken Ascheregen und hoben die Warnstufe an, um Besucher von dem Gebiet in der Tokioter Nachbarprovinz Gumma fernzuhalten.

Die Arbeit der Einsatzkräfte, die von Soldaten verstärkten wurden, gestaltete sich wegen schlechten Wetters schwierig. Rund 100 Besucher der Skianlage wurden in einem Gebäude vor den herabprasselnden Gesteinsbrocken in Sicherheit gebracht.

Der 2160 Meter hohe Vulkan war am Morgen (Ortszeit) ausgebrochen. Japans Fernsehsender zeigten Aufnahmen von dichten Aschewolken, die über das Skigebiet ziehen. Auch Felsbrocken, die durch die Luft schleudern, waren zu sehen.

Japan zählt 110 aktive Vulkane. 47 davon werden nach Angaben der Zeitung «Asahi Shimbun» rund um die Uhr überwacht. Im September 2014 hatten umherfliegende Felsbrocken beim Ausbruch des Vulkans Ontake 63 Menschen getötet. Es war die verheerendste Vulkankatastrophe in Japan seit fast 90 Jahren. Der Vulkan Kusatsu-Shirane war zuletzt im Dezember 1983 ausgebrochen.

Die örtlichen Behörden hoben das Warnniveau um den Berg wieder an.
Die örtlichen Behörden hoben das Warnniveau um den Berg wieder an.  © Jack Kurtz/ZUMA Wire/dpa

Titelfoto: Jack Kurtz/ZUMA Wire/dpa


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