Dieser Mann bangt um sein Leben, doch er möchte keine Spender-Niere eines "Schwulen"

Ferizaj (Kosovo) - Ivan Redžić aus Ferizaj, einer Stadt im Süden des Kosovo, kämpft gegen eine schwere Krankheit. Die einzige Möglichkeit, ein normales Leben zu führen, ist eine Nierentransplantation. Doch für den 33-Jährigen kommt nicht jede Spenderniere in Frage.

Ivan Redžić (33) ist seit August diesen Jahres auf die künstliche Blutwäsche, die sogenannte "Dialyse" angewiesen.
Ivan Redžić (33) ist seit August diesen Jahres auf die künstliche Blutwäsche, die sogenannte "Dialyse" angewiesen.  © DPA

Was es heißt, mit einer bösartigen Erkrankung leben zu müssen, weiß Ivan Redžić. Der 33-Jährige leidet an einer chronischen Niereninsuffizienz. Einzig eine Nierentransplantation könnte ihm helfen. Laut der serbischen Nachrichteplattform "Espreso" muss er sich seit August diesen Jahres regelmäßig einer Dialyse (Nierenersatztherapie) unterziehen, nachdem eine Transplantation bereits fehlgeschlagen ist.

Die humanitäre Stiftung "Budi Human" (zu Deutsch: Seid menschlich) hatte für den schwerkranken Serben Spenden gesammelt, um ihm eine neue Niere zu ermöglichen. Zahlreiche Menschen hätten sich bereit erklärt, ihre Niere zu spenden.

Doch anstatt dankbar zu sein, dass sich Menschen bereit erklären ihm das Leben zu retten, veröffentlichte der Leidende einen Tweet, der hitzige Diskussionen auslöst und für Unverständnis vieler Spender sorgt: "Ich möchte keine 'schwule Niere' haben!". Weiter kommentiert der Schwerkranke dass er auch niemals eine "schwule Niere" nehmen würde.

Zahlreiche Menschen versuchten dem jungen Serben ins Gewissen zu reden, um ihm zu zeigen, dass sein Verhalten alles andere als tolerant sei - vergebens. Auf die Nachrichten etlicher Twitter-User reagierte er pampig und konterte mit wüsten Beschimpfungen.

Es bleibt abzuwarten, ob er mit diesem Weltbild eine Spenderniere bekommt.