Rentner liefert sich wilde Verfolgungsjagd und rammt Streifenwagen

In Königsbrück endete die turbulente Verfolgungsfahrt.
In Königsbrück endete die turbulente Verfolgungsfahrt.  © Jonny Linke

Königsbrück - Wenn aus einer Routine-Kontrolle eine spektakuläre Verfolgungsjagd wird: Ein 67-Jähriger Mann flüchtete mit einem VW Golf durch den halben Landkreis Bautzen. Zivilfahnder der Bundespolizeiinspektion Ebersbach und der Kriminalpolizei konnten den Flüchtenden schließlich stoppen.

Am Montagvormittag wollten Beamte einen in Richtung Dresden fahrenden VW Golf einer routinemäßigen Kontrolle unterziehen. Der VW Golf mit Freiberger Kennzeichen war als unterschlagenes Fahrzeug zur Fahndung ausgeschrieben.

Der Fahrer kam zu dem Entschluss, sich der Kontrolle zu entziehen und wich auf den Rastplatz Oberlausitz-Nord aus. Den Beamten gelang es, einen sogenannten "Stop-Stick" vor das flüchtende Fahrzeug zu legen, sodass ein Reifen zwangsläufig Luft verlor. Der Fahrer entschied sich, die Autobahn an der Anschlussstelle zu verlassen und in Richtung Bischofswerda und in Richtung Bretnig weiter zu fliehen.

Zivilfahnder der Bundespolizeiinspektion Ebersbach und der Kriminalpolizei nahmen den 67-Jährigen vorläufig fest.
Zivilfahnder der Bundespolizeiinspektion Ebersbach und der Kriminalpolizei nahmen den 67-Jährigen vorläufig fest.  © Jonny Linke

Bei Grüngräbchen kam es allerdings zu einem seitlichen Zusammenstoß mit einem Streifenwagen des Polizeireviers Kamenz.

Die Fahrt setzte der Flüchtende dennoch bis auf das Gebiet Brandenburgs fort, ehe er zurück nach Sachsen fuhr.

Der Fahrer ließ sich erst in Königsbrück stoppen, als er mit einem Fahrzeug der gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) kollidierte. Die Zivilfahnder der Bundespolizeiinspektion Ebersbach und der Kriminalpolizei nahmen den Lenker des Volkswagens vorläufig fest.

Der 67-Jährige soll laut Polizeiangaben die Bewährungsphase seiner vorzeitigen Haftentlassung missbraucht haben. Damals soll er Kaufinteresse für den VW Golf vorgetäuscht haben und von seiner Probefahrt nicht zurückgekehrt sein. Der Eigentümer des Fahrzeugs erstattete daraufhin eine Anzeige bei der Polizei.

Augrund der Befürchtung um eine mögliche Rückkehr in die JVA soll der 67-Jährige Mann die Kontrolle vermieden haben. Die Kriminalpolizei wird sich mit den weiteren Ermittlungen befassen.

Durch einen Gutachter wird die Höhe des entstandenen Sachschadens ermittelt.

Den Beamten gelang es, einen sogenannten "Stop-Stick" vor das flüchtende Fahrzeug zu legen.
Den Beamten gelang es, einen sogenannten "Stop-Stick" vor das flüchtende Fahrzeug zu legen.  © Jonny Linke

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