Mann bestellt Diabetiker-Essen und bekommt diesen Fraß vorgesetzt

Die Fluggesellschaften scheinen nicht aus der Kritik ihrer Passagiere zu lernen. Nachdem sich vor Kurzem eine Frau fürchterlich über ihr veganes Mahl an Bord aufregte (TAG24 berichtete), ist diesmal ein Diabetiker alles andere als begeistert.

Essen an Bord eines Flugzeugs kann sehr speziell sein. Das musste auch ein Mann aus Großbritannien erfahren. (Symbolbild)
Essen an Bord eines Flugzeugs kann sehr speziell sein. Das musste auch ein Mann aus Großbritannien erfahren. (Symbolbild)  © 123RF Péter Gudella

James Boyle, auch unter seinem Künstlernamen Breakage bekannt, befand sich auf einem WestJet-Flug von Kanada nach Großbritannien.

Dort fragte er die Flugbegleiter nach einer Diabetiker freundlichen Mahlzeit. Doch was er dann vorgesetzt bekam, war alles andere als das...

In der Essensbox befanden sich ein paar Kartoffelecken und eine weiße Pampe, die wohl als Kartoffelbrei durchgehen sollte.

Der klebte bereits zur Hälfte am mit undefinierten Flüssigkeiten verkrusteten Deckel. Garniert war das ganze schlussendlich noch mit einer schrumpligen Tomate.

Aber viel schlimmer noch, das Essen war für James äußerst gefährlich:

"Liebe WestJet, ich bin wirklich keine Diva, aber wenn ich ein Diabetiker-Essen bestelle, erwarte ich sowas als Letztes. Auf beiden Flügen meiner Rückreise aus Kanada bestand die Mahlzeit fast ausschließlich aus Kohlenhydraten und Zucker, den gefährlichsten Lebensmitteln für Diabetiker", schrieb er auf Twitter.

James ist Typ-1-Diabetiker. Zu viel von diesen Inhaltsstoffen kann schlimme Folgen für ihn haben.

WestJet widerspricht sich selbst in der Entschuldigung

WestJet schaffte es nicht einmal, sich aufrichtig zu entschuldigen.
WestJet schaffte es nicht einmal, sich aufrichtig zu entschuldigen.  © 123RF yelo34

Weiter fuhr er fort: "Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, dass das unbemerkt blieb. Aber es ist wirklich nicht cool und sehr gefährlich. [...] (Und) selbst wenn man kein Diabetiker ist, was ist das für eine Mahlzeit?"

Selbst für "normale" Menschen wäre dieses Essen wohl unkreativ und alles andere als appetitanregend gewesen.

WestJet antworte ihm später, ebenfalls auf Twitter. In einem ersten Tweet entschuldigte sich die Airline noch:

"Wir bitten um Entschuldigung, wir arbeiten gerade daran, unser Verpflegungsangebot an Bord neu aufzubauen und wir ermutigen Gäste dazu, Essen von zu Hause mitzubringen, wenn sie wollen."

Aber nur drei Minuten, in einem zweiten Tweet, klang es dann deutlich unversöhnlicher:

"Bisher haben wir noch nicht gesehen, dass das an Bord servierte Essen für unsere Gäste ein echtes Problem darstellt."

Offensichtlich haben ihm zwei Mitarbeiter fast zeitgleich geantwortet und damit unabsichtlich gezeigt, dass es bei WestJet keine klare Linie im Umgang mit gesundheitlich bedingten Essenswünschen gibt.

Da das aber für Menschen mit Krankheiten oder Allergien sehr gefährlich sein kann, nimmt man sich die Kritik hoffentlich doch noch zu Herzen.

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