Mann löst Großeinsatz an sächsischer Tankstelle aus, doch einen Überfall gibt es gar nicht!

Bautzen - In der Nacht zum Freitag soll eine Tankstelle in Bautzen überfallen worden sein.

Diese ARAL-Tankstelle in Bautzen sollte angeblich überfallen worden sein.
Diese ARAL-Tankstelle in Bautzen sollte angeblich überfallen worden sein.  © LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

Doch als Rettungskräfte und Polizeibeamte nach dem Notruf gegen 2.30 Uhr an der ARAL-Tankstelle auf der Dresdner Straße eintrafen, war gar kein Überfall zu sehen. War alles schon gelaufen?

Wie sich schnell herausstellte, fand gar kein Überfall auf die Tankstelle statt. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der 37-jährige Mann, der den Notruf wählte, alles nur ausgedacht!

Die Polizei spricht deshalb von einem Notrufmissbrauch unter Vortäuschen einer Straftat.

Der alarmierte Rettungsdienst bemerkte schnell, dass es nichts zu tun gibt und zog wieder ab. Die Polizei nahm indes die Ermittlungen zu dem kuriosen Einsatz auf.

Am Telefon soll der 37-jährige Deutsche gesagt haben, dass ihm ein Portemonnaie gestohlen und auf den Kopf geschlagen wurde. Doch als die Beamten bei dem Mann einen Alkoholtest durchführten, war klar, wo die Kopfschmerzen herkamen: Beachtliche 3,18 Promille wurden nämlich bei ihm gemessen.

"Er suchte vermutlich nur einen Shuttle-Service", nannte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage von TAG24 als Beweggrund zu der sonderbaren Tat.

Zum Ausnüchtern wurde er deshalb in eine Notunterkunft für Obdachlose gefahren, teilte eine Polizeisprecherin mit. Gegen ihn wird nun wegen Notrufmissbrauchs ermittelt.

Polizisten hatten nicht viel zu tun bei dem "Überfall" (Symbolbild).
Polizisten hatten nicht viel zu tun bei dem "Überfall" (Symbolbild).  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

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