Mann ersticht Freund der Ex auf offener Straße: So lautet das Urteil

Hamburg - Das Hamburger Landgericht hat am Montag einen 39-jährigen Mann wegen Totschlags zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Ein Beamter steht im Verhandlungsraum des Landgerichts.
Ein Beamter steht im Verhandlungsraum des Landgerichts.  © DPA

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen den neuen Freund seiner Ex-Frau am 21. Januar dieses Jahres auf offener Straße getötet zu haben (TAG24 berichtete). Bereits seit Juli lief der Prozess.

Die Tat sei ein Totschlag, kein Mord aus niederen Motiven gewesen, erklärte am Montag der Vorsitzende der Strafkammer, Joachim Bülter.

"Das haben Sie allein zu verantworten", sagte Bülter an die Adresse des Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Strafe von zwölfeinhalb Jahren wegen Mordes beantragt, die Verteidigung eine milde Haftstrafe wegen Totschlags im Affekt.

Zuvor war es an der Tür des Hauses, in dem seine Frau wohnte, zu einem Streit gekommen. Dabei hatte das spätere Opfer Reizgas eingesetzt. Trotz der Auseinandersetzung, der Alkoholisierung von gut zwei Promille und der Einnahme von Methadon sei die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten nicht eingeschränkt gewesen, erklärte der Vorsitzende Richter.

Nach Feststellung des Gerichts tötete der Angeklagte den 40-Jährigen mit einem Messer vor zahlreichen Zeugen an einer viel befahrenen Straße in Hamburg-Eidelstedt.

Vor dem Hamburger Landgericht wurde am Montag ein Urteil in dem Fall gesprochen.
Vor dem Hamburger Landgericht wurde am Montag ein Urteil in dem Fall gesprochen.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0