Mann verschwindet im See: Gaffer und Badegäste behindern Rettungseinsatz

Wansleben - Am Freitagabend wollte ein 54-Jähriger ein paar Runden im Tonloch in der Nähe von Eisleben drehen. Als er nicht mehr auftauchte, alarmierten Zeugen die Rettungskräfte.

Während die Leiche des Mannes geborgen wurde, spannten die Rettungskräfte eine Sichtschutzdecke.
Während die Leiche des Mannes geborgen wurde, spannten die Rettungskräfte eine Sichtschutzdecke.  © Michael Döring

Die Kameraden der Feuerwehr aus Röblingen, Wansleben, Seeburg und der DLRG aus dem Maisfelder Land und dem Saalekreis konnten den Mann nach kurzer Suche nur noch leblos bergen.

Wie Alexander Laßbeck, der Einsatzleiter der Feuerwehr, mitteilte, hätten die Rettungskräfte während des Einsatzes massive Probleme mit Gaffern und uneinsichtigen Badegästen gehabt.

Diese weigerten sich, den Unglücksort zu verlassen und behinderten die Bergungsmaßnahmen.

"Wir haben uns extra eine Sichtschutzdecke mit unmissverständlichem Aufdruck angeschafft, denn solche Behinderungen haben in den letzten Jahren stetig zugenommen", so der Einsatzleiter.

Die Polizei übernahm Sicherungsarbeiten und die Kripo ermittelt ebenfalls vor Ort.

Update, 11.27 Uhr:

Wie die Polizei in Halle am Samstag mitteilte, war der 54-jährige Mann mit seiner Frau im Tonloch baden gewesen. Plötzlich rief er um Hilfe und ging unter. Sofort eingeleitete Rettungsversuche blieben erfolglos. Möglicherweise ist der Tod durch einen Herzstillstand eingetreten. Die Polizei hat ein Todesursachenermitt-lungsverfahren eingeleitet.

Die Kripo ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte.
Die Kripo ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte.  © Michael Döring

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