Martyrium! 45-Jähriger soll Ex-Frau etliche Male vergewaltigt haben

Joachim B. (45) kam am Mittwoch aus der Untersuchungshaft ins Amtsgericht.
Joachim B. (45) kam am Mittwoch aus der Untersuchungshaft ins Amtsgericht.  © Harry Härtel, 123RF

Chemnitz - Seit Mittwoch muss sich der Chemnitzer Joachim B. (45) vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung.

Hinter dem Vorwurf steckte ihn demütigendes Martyrium für Sandra F. (42, Name geändert). Am 6. Juni 2016 wollte Joachim B. einige persönliche Sachen bei seiner Ex-Verlobten abholen. Laut Anklage eskalierte der Besuch: So soll der arbeitslose Chemnitzer die Frau geprügelt haben.

„Ich bring Dich um“, soll Joachim B. gerufen haben. Dann begann die Tortur im Schlafzimmer. Angeklagt sind mehrere Vergewaltigungen an diesem Tag.

Die Frau zeigte ihren Peiniger an. Der blieb auf freiem Fuß. Und schlug ein halbes Jahr später wieder zu: Er überrumpelte das Opfer an der Wohnungstür, verging sich mehrere Stunden an der Frau. Die geschundene Chemnitzerin konnte flüchten - Anzeige, Untersuchungshaft für B.

Die Beweislage scheint klar: Denn Joachim B. filmte die Taten mit seinem Handy. Die widerlichen Filme fanden die Ermittler auf dem Laptop des Mannes. Joachim B. sagte am Mittwoch hinter verschlossenen Türen aus. Offenbar gestand er nicht alles - dem Opfer blieb die Aussage nicht erspart, die Chemnitzerin musste noch einmal alle Details erzählen.

Da der Prozess am Amtsgericht angesetzt ist, drohen Joachim B. maximal vier Jahre Haft. Der Prozess wird fortgesetzt.


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