Weil sie einen anderen liebte! Dieser Mann erstickte seine Ehefrau

Afghane Challeddin M. (33) muss wegen Mordes lebenslang hinter Gitter.
Afghane Challeddin M. (33) muss wegen Mordes lebenslang hinter Gitter.  © xcitepress

Görlitz - Lebenslange Haft wegen Mordes. So lautet das Urteil für Challeddin M. (33) im Landgericht Görlitz. Der Brunnenbauer hatte seine Ehefrau Aqele S. (25) erstickt. Motiv: Sie liebte einen anderen Mann.

Das afghanische Paar lebte mit seinen vier Kindern (3, 5, 8 und 10) im Flüchtlingsheim Hoyerswerda. Dort kam es im August 2016 zum tödlichen Streit, weil Aqele sich trennen wollte. Vor Wut erstickte Challeddin seine Frau mit einem Kissen.

Im Prozess behauptete er, seine Frau sei vom Teufel besessen gewesen, habe ihm ständig widersprochen, sei schließlich am epileptischen Anfall gestorben. Die Kammer glaubte ihm kein Wort.

Ganz im Gegenteil. So fand Chef-Richter Theo Dahm (56) harte Worte für den Verurteilten: "Sie haben ihrer Frau das Lebensrecht abgesprochen, weil sie sich Ihnen nicht länger unterwerfen wollte." Er habe seine Frau behandelt "wie eine Sache, über die man disponieren könnte".

Nach der Tat floh der Vater mit den Kindern, wollte heim nach Afghanistan. Er wurde aber mit internationalem Haftbefehl gesucht und in Ungarn festgenommen.

Die Kinder leben wieder in Hoyerswerda. Der Bruder von Aqele, der inzwischen in Bielefeld lebt, will sie unbedingt zu sich nehmen.

Aqele S. (25), hier mit ihrem jüngsten Sohn Suleman (3), wurde von ihrem 
Ehemann ermordet.
Aqele S. (25), hier mit ihrem jüngsten Sohn Suleman (3), wurde von ihrem Ehemann ermordet.  © xcitepress

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