Mit 3,3 Promille auf der Honda! Kaufmann kippte der Polizei vor die Füße

Muss sich wegen fahrlässigem Vollrausch vor Gericht verantworten: Thomas H.
Muss sich wegen fahrlässigem Vollrausch vor Gericht verantworten: Thomas H.  © Ove Landgraf

Dresden - Mit 3,28 Promille im Blut wären die meisten Menschen klinisch tot. Der arbeitslose Kaufmann Thomas H. (46) war im Vollrausch hingegen mit seiner Honda unterwegs. Am Mittwoch stand er vor Gericht.

Nachdem H. im März 2016 fast eine Flasche Schnaps getrunken hatte, stieg der gelernte Kaufmann auf seine Honda (125 Kubikmeter Hubraum) - und fuhr auf dem Fußweg neben der Bautzner Straße, wollte in Höhe der Waldschlößchenbrücke eben auf die Fahrbahn wechseln.

Doch H. kam nicht weit. Noch auf dem Gehweg kippte das Motorrad samt Fahrer um. Ein Polizist, der zufällig vor Ort war, hinderte den 46-Jährigen an der Weiterfahrt. "Während ich meine Kollegen anrief, wollte er wieder losfahren, legte den ersten Gang ein. Das Hinterrad drehte durch", so Polizist Jens H. (27).

Voran kam der Angeklagte aber nicht - das Motorrad war aufgebockt. Danach brach der Mann völlig zusammen. Der Bericht der Notfallambulanz attestiert dem apathischen Patienten ein "nicht untersuchbar". Der Gutachter: "Wer nicht an Alkohol gewohnt ist, wäre vielleicht gestorben."

H. selbst kann sich an wenig erinnern, gestand aber weitgehend die Tat. Dem vorbestraften Alkoholiker droht eine empfindliche Strafe, der Prozess wird fortgesetzt.

An dieser Stelle der Bautzner Straße, kurz vor der Waldschlößchenbrücke, 
wollte der Honda-Fahrer auf die Straße.
An dieser Stelle der Bautzner Straße, kurz vor der Waldschlößchenbrücke, wollte der Honda-Fahrer auf die Straße.  © Ove Landgraf

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