Mann schaut in fahrendes Auto und traut seinen Augen nicht

Borna/Lobstädt - Das hätte ordentlich ins Auge gehen können! Ein Zwölfjähriger hat sich am Donnerstagabend in Lobstädt bei Borna in ein Auto gesetzt und ist einfach losgefahren. Kurios ist, wohin ihn die Spritztour führen sollte.

Ein Zwölfjähriger wollte ein Auto aufs Polizeirevier Borna fahren. (Symbolbild)
Ein Zwölfjähriger wollte ein Auto aufs Polizeirevier Borna fahren. (Symbolbild)  © 123RF

Ein 53-jähriger Autofahrer staunte nicht schlecht, als er vorfahrtsbedingt auf einen Renault Clio wartete. Denn am Steuer saß ein Kind!

So geschehen im Neukieritzscher Ortsteil Lobstädt (Kreis Leipzig). Der zwölf Jahre alte Junge stromerte laut Polizei am Abend durch einen stillgelegten Garagenkomplex an der Glück-Auf-Straße und sah einen Kleinwagen stehen.

Das Auto war unverschlossen, hatte kein Kennzeichen und der Zündschlüssel steckte im Schloss.

Kurzerhand setzte sich der Junge in den Renault, startete den Motor und fuhr los. Weit kam er allerdings (zum Glück) nicht. Denn ein 53-Jähriger wollte dem Auto Vorfahrt gewähren und sah hinterm Steuer das Kind sitzen. Sofort hinderte er es am Weiterfahren.

Als die Polizisten eintrafen, sagte der Knabe, dass er den Wagen aufs Polizeirevier Borna fahren wollte, da er einsam herumstand.

"Die Beamten ermahnten den Jungen mit einem lachenden Auge, aber dennoch mit erhobenem Zeigefinger und übergaben ihn seiner Mutter", schildert Polizeisprecherin Maria Braunsdorf den ungewöhnlichen Fall. Auto und Schlüssel wurden der Halterin (21) wenig später übergeben.

Weit kam der Junge nicht: An der Glück-Auf-Straße wurde er von einem aufmerksamen Autofahrer gestoppt.
Weit kam der Junge nicht: An der Glück-Auf-Straße wurde er von einem aufmerksamen Autofahrer gestoppt.  © Google Maps

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