Weil sie ihn auf Facebook blockiert: Mann erschießt Schwester an Thanksgiving

Anchorage (USA) - Thanksgiving. Der Tag, an dem in den USA Familien zusammenkommen und bei gutem Essen gemeinsam feiern. Zusammengekommen ist die Familie Crowe auch. Doch statt zu feiern, erschoss Moses Crowe (27) seine Schwester Amanda Owen (23).

Moses Crowe (27) drohen bis zu 99 Jahre Haft.
Moses Crowe (27) drohen bis zu 99 Jahre Haft.  © 123RF/lightfieldstudios

Zu dem tödlichen Angriff am Donnerstag kam es wohl, weil Moses Crowe (27) erbost darüber war, dass seine Schwester Amanda Owen (23) ihn zuvor auf Facebook blockiert, beziehungsweise ihm die Freundschaft gekündigt hatte, berichtet die Großmutter des mutmaßlichen Täters der Polizei Anchorage.

Am Freitag wurde der 27-Jährige wegen Mordes angeklagt.

Laut "People.com" waren mehrere Familienmitglieder bei der Tat des Mannes anwesend.

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Seine Großmutter habe sich sogar selbst im gleichen Raum befunden und wurde Zeugin der Tat, berichtet die "Anchorage Daily News" später.

Nach deren Angaben sei Moses Crowe am Donnerstagmittag in das Schlafzimmer gekommen, in dem sie auf einem Bett saß, während seine Schwester Amanda Owen mit ihrem Kind auf einem Stuhl Platz genommen hatte.

Dann begann der mutmaßliche Täter sich wohl darüber zu beschweren, dass seine Schwester ihn bei Facebook blockiert hätte.

Plötzlich soll Moses Crowe seine Schwester erschossen haben

Er habe dann unvermittelt in seine Tasche gegriffen, eine Pistole herausgezogen, sie auf den Kopf seiner Schwester gerichtet und abgedrückt, so die Großmutter.

Nach der Tat soll er noch gesagt haben: "Ich werde für immer ins Gefängnis gehen" und sie gebeten haben, nicht die Polizei zu rufen, es sei nicht seine Absicht gewesen. Dann verließ er die Wohnung.

Gegen 15 Uhr erreichten die Polizei in Anchorage zwei Notrufe. Einer von der Großmutter und einer von dem Onkel der angeschossenen 23-Jährigen.

Als die Beamten am Tatort ankamen, fanden sie Amanda Owen schwer verletzt vor. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie schließlich ihrer Verletzung erlag.

Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später festgenommen. Er gab an, dass es sich bei der Tat um einen Unfall gehandelt hätte. Er habe nicht schießen wollen. Zwar hätte er die "Mordwaffe" gehalten, diese aber nur lässig um seinen Finger wirbeln wollen. Der tödliche Schuss habe sich versehentlich gelöst.

Die Kaution für den 27-Jährigen liegt bei umgerechnet 451.200 Euro. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm 15-99 Jahre Haft.

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