Psychisch Verwirrter boxt sich durch Lindenau und bedroht Polizisten

Der Mann schrie den Passanten wüste Beschimpfungen entgegen und schlug auf sie ein. (Symbolbild)
Der Mann schrie den Passanten wüste Beschimpfungen entgegen und schlug auf sie ein. (Symbolbild)  © Alexander Bischoff/dpa

Leipzig - Ein offenbar psychisch verwirrter Mann versetzte am Dienstagmorgen ganz Leipzig-Lindenau in Angst und Schrecken.

Der 41 Jahre alte Leipziger, der gebürtig aus Libyen kommt, verängstigte Passanten und Tram-Insassen am Lindenauer Markt. Er schrie seine Mitmenschen an, bedrohte sie und schlug auf sie ein.

Mehrere Zeugen riefen gegen 7.50 Uhr die Polizei. Der Mann sei zirka 30 Jahre alt, trage einen roten Pulli sowie einen Vollbart, so die Beschreibung. Wenig später trafen die Beamten am Lindenauer Markt ein.

An der Tram-Haltestelle stand eine Straßenbahn der Linie 7 mit Warnblinklicht. Davor standen mehrere aufgeregte Passanten, die den Polizisten erzählten, dass der Mann in die Bahn eingestiegen war und Fahrgäste anbrüllte.

Die Ordnungshüter wollten den Schreihals aus der Bahn befördern, doch der wehrte sich nach Leibeskräften. So landete sein Ellenbogen im Gesicht eines Beamten. Dem Verletzten kamen drei Kollegen zur Hilfe. Mit vereinter Kraft gelang es den Polizisten nach langem Kampf, den 41-Jährigen an Armen und Beinen zu fesseln.

Da der Leipziger offensichtlich verwirrt war und weder wusste, wo er war, noch welcher Tag heute ist, rief die Polizei einen Rettungswagen. Ob an seinen Wahnvorstellungen auch die 1,72 Promille im Blut verantwortlich waren?

Ein 17-Jähriger sprach die Beamten an und erzählte, dass der Randalierer ihn auf dem Weg zur Schule geschlagen und beleidigt hatte.

Der Mann wurde in die Psychiatrie gebracht. Er hat sich nun wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte, Körperverletzung und Beleidigung zu verantworten.


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