Mann sperrt Ehefrau in brennendes Zimmer und seine Söhne müssen ihre Todesschreie mit anhören

Sydney (Australien) - Ein Junge (11) aus dem australischen Sydney und sein jüngerer Bruder mussten alles mitanhören: Ihr Vater (45) legte Feuer im Schlafzimmer der Familienwohnung und sperrte die Mutter (†) der beiden darin ein.

Er konnte seiner Mutter nicht helfen (Symbolbild).
Er konnte seiner Mutter nicht helfen (Symbolbild).  © 123RF

Im Obersten Gerichtshof von New South Wales ließ der Elfjährige eine Opferaussage verlesen, die er dort am Freitag bei der Verhandlung eingereicht hatte, berichtet "The Herald".

"Er hat meine Mutter direkt vor meinen Augen verbrannt und mich beinahe getötet", schrieb der traumatisierte Sohn, der zum Zeitpunkt der Tat im Oktober 2016 erst neun Jahre alt war. Er wolle nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben und hasse ihn. "Ich will nicht, dass er etwas über mich weiß", so der Sohn.

Der 45-jährige Vater des Jungen, dessen Name nicht genannt werden kann, wurde im Juli für schuldig befunden, seine Frau ermordet zu haben, indem er in ihrem Schlafzimmer ein Feuer legte und sie daran hinderte aus dem Raum zu entkommen.

Der Junge sagte der Polizei damals, dass er aufwachte, als er hörte, wie seine Mutter seinen Namen schrie. Er stand auf und sah eine brennende Decke in der Nähe ihrer Schlafzimmertür liegen.

Aber als der Junge und sein kleiner Bruder versuchten die Tür zu öffnen, stieß ihr Vater sie weg und warf sie aus der Wohnung.

Strafverfolger Chris Maxwell fordert lebenslange Haft

Am 2. November fällt das Urteil (Symbolbild).
Am 2. November fällt das Urteil (Symbolbild).  © 123RF

Der Junge schrieb, dass er wollte, dass seine Verwandten so schnell wie möglich aus Übersee nach Australien kommen, damit er ein "friedliches Leben" mit ihnen führen könne. "Ich brauche meine Oma und meine Tante hier, weil ich es leid bin allein zu sein", sagte er.

"Mein Bruder hat all seine persönlichen Gefühle an mir ausgelassen, weil er sonst niemanden hat", so der Junge weiter. "Wenn meine Oma herkommt, werden wir beide sehr glücklich sein."

Der Strafverfolger Chris Maxwell sagte vor Gericht, dass der Familienvater den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen sollte. Doch die Anwältin des 45-Jährigen, Carolyn Davenport, argumentierte, dass eine lebenslange Haftstrafe unangemessen wäre. Laut der Verteidigerin läge es in der Natur der Sache, dass häusliche Tötungen vor den Augen der Kinder stattfinden würden.

Das Urteil gegen den Angeklagten wird Richter David Davies am 2. November verkünden. Bleibt zu hoffen, dass die beiden Söhne einen Weg finden, mit den schrecklichen Ereignissen umzugehen.

Titelfoto: 123RF


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