Mann (32) stirbt in Internet-Café und wird stundenlang tot sitzengelassen

Samut Prakan (Thailand) - Ein 32-Jähriger ist in einem thailändischen Internetcafé gestorben. Bemerkt hat man seine Leiche aber erst Stunden später.

Ein 32-Jähriger ist in einem Internetcafé gestorben. (Symbolbild)
Ein 32-Jähriger ist in einem Internetcafé gestorben. (Symbolbild)  © 123RF

Natsupon A. hatte sich am Samstag in einem Café, in dem man auch Computerspiele spielen kann, eingefunden.

Laut der Besitzerin von "iCAFE" war der 32-Jährige ein Stammkunde, der immer als Erstes im Laden war und den ganzen Tag online zockte.

Deshalb wunderte sich auch niemand, als Natsupon auch an jenem Tag stundenlang vor dem Computer saß. Wie auch? Die anderen Spieler konnten ihre Augen wahrscheinlich eh nie von ihren Bildschirmen lösen.

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Aus diesem Grund war es schließlich die Eigentümerin des Ladens, die misstrauisch wurde. Denn auch wenn der 32-Jährige täglich lange zockte, nahm er sich immer ein paar Sekunden, um aufzustehen und seine Gliedmaßen zu entspannen.

Doch am Samstag konnte es die Café-Besitzerin kein einziges Mal beobachten, wie er sich von seinem Stuhl erhob.

Der Mann war süchtig nach Computerspielen, die ihm in seiner Arbeitslosigkeit noch Halt gaben.
Der Mann war süchtig nach Computerspielen, die ihm in seiner Arbeitslosigkeit noch Halt gaben.  © 123RF

"Ich ging hinter ihm und sprach ihn an, aber er antwortete nicht. Ich dachte, er wäre in seinem Spiel versunken", erinnert sich die Thailänderin laut Daily Mail. Als sein Tischnachbar dann behauptete, dass er den 32-Jährigen gerade dabei gesehen hatte, wie er die Klimaanlage ausgeschalten hatte, ging sie beruhigt davon.

Was sie nicht wusste: Natsupon hatte unbemerkt einen Herzinfarkt erlitten und war bereits gestorben. Seinen Tod bemerkte man dann erst nach vier Stunden. Stunden, in denen er tot über die Tastatur gebeugt gesessen hatte.

Die Besucher des Cafés konnten nur noch den leblosen Körper vom Stuhl zerren. Der Mund der Leiche war voller Blut, weil er beim Anfall auf seine Zunge gebissen hatte.

Nachdem die Polizei alarmiert wurde, benachrichtigte die Ladeneigentümerin auch Natsupons Mutter. Diese erklärt, dass ihr Sohn schon lange unter Herzkrankheiten und Bluthochdruck gelitten hatte. Durch die gesundheitlichen Probleme war es ihm nicht mehr möglich, arbeiten zu gehen.

Aus Langeweile entdeckte er dann Computerspiele für sich. "Sie waren das einzige, was ihn glücklich machte, also habe ich ihn nicht davon abgehalten." Auch über seine Sucht, war sich seine Mutter im Klaren: "Ich wusste, dass er süchtig war ... aber ich wusste nicht, dass es ihn töten könnte."

Die Ermittler denken, dass sich Natsupon in der Vergangenheit zu wenig Ruhe gegönnt hatte. Die genaue Todesursache muss aber eine Autopsie klären.

Titelfoto: 123RF

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