Mann stirbt, bei ihm Zuhause macht die Polizei eine grausame Entdeckung

Cleveland (USA) - Stephen Kinder (42) ist Tiertrainer in den USA. Viele Hundebesitzer hatten ihm ihre Lieblinge anvertraut, damit sich dieser in ihrer Abwesenheit um die Hunde kümmerte. Doch schon bald beschwerten sich Kunden darüber, dass sie ihre Vierbeiner vernachlässigt zurückbekommen hätte. Jetzt eskalierte der Vorfall.

Stephen Kinder nahm sich selbst das Leben.
Stephen Kinder nahm sich selbst das Leben.  © twitter/@newschannelnine

Dem 42-Jährige wurde der Wirbel um seine Person offenbar zu viel. Er erschoss sich am Donnerstag selbst.

Was zu diesem Zeitpunkt noch keine wusste: Er hinterließ ein schreckliches Erbe.

Anfang der vergangenen Woche wurde Kinder von der örtlichen Polizei in Cleveland festgenommen. Ihm wurde die Misshandlung von Tieren vorgeworfen. Mehrere Kunden beschuldigten ihn, dass er ihre Hunde misshandelt und vernachlässigt hatte.

Zuerst hatte sich Abigail Eastburn bei der Polizei gemeldet, weil sie geschockt über den Zustand ihrer Dogge war. Demnach war das Tier nach dem siebenwöchigen Aufenthalt in der Betreuungsstation von Kinder stark unterernährt und verletzt gewesen.

Eine weitere Kundin hatte sich beschwert, dass sie bei ihrem Hund Rippen und Beinknochen durch die Haut sehen konnte, als sie diesen abgeholt hatte.

Den Tieren in seiner Obhut ging es sehr schlecht.
Den Tieren in seiner Obhut ging es sehr schlecht.  © twitter/ Kiley Thomas

Und wiederum andere Herrchen berichteten, dass ihre Vierbeiner mit Urin, Kot und Wunden bedeckt gewesen waren.

Am Montag nahm die Polizei den 42-Jährigen schließlich in Gewahrsam. Er kaufte sich aber mit einer Geldkaution frei. Am darauffolgenden Tag wurde er von Medienvertretern bedrängt, in mehreren Interviews beteuerte er seine Unschuld und wies die harten Vorwürfe seiner Kunden zurück.

Die Polizei hatte am Donnerstag einen Untersuchungsbeschluss angekündigt. Gegen Mittag hatte ein Beamter noch mit dem US-Amerikaner telefoniert, um ihn auf die Maßnahme vorzubereiten.

Nur 20 Minuten später erhielt die Cleveland-Polizei dann einen Notruf - jemand hätte sich selbst getötet. Vor Ort war klar: es handelte sich um Stephen Kinder. Er starb an einer Schussverletzung.

"Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorging", so der befehlshabende Sergeant laut Daily Mail. "Ich weiß nicht, ob es nur dieser spezielle Vorfall war; ob es etwas war, was gesagt wurde oder ob es das Gesamte war - wissen Sie, etwas, das ihn denken ließ, dass es das nicht wert sei."

Tierärzte kümmern sich jetzt um die völlig ausgehungerten Hunde.
Tierärzte kümmern sich jetzt um die völlig ausgehungerten Hunde.  © twitter/ Kiley Thomas

Am folgenden Tag stürmten dann mehrere Tierschützer sein Haus in Dalton und machten eine grausige Entdeckung.

Die Mitarbeiter fanden 16 völlig ausgehungerte und dehydrierte Hunde, die in schrecklichen Verhältnissen im Gebäude eingesperrt waren.

Außerdem wurden noch zwei Baby-Ziegen, zwei Schildkröten sowie eine Schlange und neun Enten im Hinterhof gerettet. Mehrere Tiere konnten nur noch tot geborgen werden.

Es wird angenommen, dass die Hunde wochenlang in Gitterverschlägen verharren mussten. Nachbarn bestätigten, dass Kinder sie nie ausgeführt hatten. Sieben der Vierbeiner gehörten den Kunden des Tiertrainers.

Die meisten der Fellnasen waren so stark unterernährt, dass sie nicht noch eine weitere Woche überlebt hätten, erklärt die Chefin von "Canine Pet Rescue", wo die Hunde jetzt aufgepäppelt werden.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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