Mann tritt seinen Hund brutal zu Tode

Chepstow (Großbritannien) - Menschen machen im Suff oftmals Dinge, die sie am nächsten Tag bitter bereuen. Doch während die meisten "Taten" harmlos sind, schockiert ein aktueller Fall aus Großbritannien.

Weil er anscheinend auf den Küchenboden pinkelte, wurde Hund Diesel brutal getötet.
Weil er anscheinend auf den Küchenboden pinkelte, wurde Hund Diesel brutal getötet.  © Screenshot/Twitter/FerencaS

Nach einem feuchtfröhlichen Ausflug kehrte Bauunternehmer Matthew Benjamin (37) in den frühen Morgenstunden in sein Haus im britischen Chepstow zurück.

Mit leiser Stimme rief er Staffordshire-Bullterrier Diesel, der gerade im Zimmer seines Mitbewohners war.

Beide gingen zusammen in die Küche und verbrachten dort ein paar Minuten. Was dann geschah, beschreibt der Mitbewohner gegenüber dem Portal WalesOnline:

"Die Küchentür war geschlossen und es herrschte ein paar Minuten Stille. Dann hörte ich Matthew plötzlich schreien 'hör auf den Boden zu pissen', bevor der Hund auf einmal anfing zu schreien und zu schreien."

Matthew hatte wohl vor Wut angefangen, auf den hilflosen Vierbeiner einzutreten: "Ich konnte jeden Aufprall auf den Körper des Hundes hören. Matthew schrie: 'Dieses verdammte Ding wird sterben'."

Wieder und wieder trat der betrunkene 37-Jährige auf den Hund ein. Am Ende sollen es laut Mitbewohner über hundert Tritte gewesen sein. Diesel hatte keine Chance zu überleben.

17 Wochen Haft und öffentliche Ächtung

Für seine Tat muss Matthew Benjamin mehrere Wochen ins Gefängnis. (Symbolbild)
Für seine Tat muss Matthew Benjamin mehrere Wochen ins Gefängnis. (Symbolbild)  © 123RF Nils Weymann

Der schockierte Mitbewohner rief die Polizei und Matthew Benjamin wurde sogleich festgenommen.

Die zuständigen Behörden erhoben Anklage. Er bekannte sich schuldig, allerdings für eine deutlich geringere Zahl an Tritten (6-7), als sie sein Mitbewohner gezählt haben will.

Das Gericht nahm die Erklärung an und verurteilte Matthew zu 17 Wochen Haft. Zudem darf er ein Leben lang keine Tiere mehr halten und muss 143 Euro Strafe zahlen.

Richter David Parsons sagte abschließend: "Im Wesentlichen war dies ein feiger und böser Angriff auf ein harmloses Tier, bei dem Sie kein Mitgefühl für sein Leid zeigten."

Doch viel schlimmer als die 17 Wochen Haft sind die beruflichen und sozialen Folgen für den Unternehmer. Hat er vor dem Unfall noch 20 Menschen beschäftigt, sind es jetzt nur noch drei.

Zudem soll er nach Aussage seines Anwalts große Probleme in seinem Heimatort haben: "Er hat in der Öffentlichkeit ein gewisses Maß an Verleumdung erlitten, so dass er Schwierigkeiten hat, nach Chepstow zu kommen."

Matthew Benjamin wird wohl noch sehr lange dafür büßen müssen, dass er im Suff die Kontrolle über sich verloren hat.

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