Mann verklagt Händler, weil er Ferrari nicht bekommen hat

Der Traum vom roten Flitzer ging für einen Herforder nicht in Erfüllung.
Der Traum vom roten Flitzer ging für einen Herforder nicht in Erfüllung.  © 123RF

Herford/Hannover - Ein roter Traum zerplatzte: Weil ein Herforder nicht seinen bestellten Ferrari 458 Speciale Aperta bekam, verklagt er jetzt den Händler aus Hannover auf Schadensersatz.

Das Wunschauto des Ostwestfalen kostet stolze 260.000 Euro. Bei mehreren Händlern versuchte er vergeblich sein Glück. Erst in Hannover bekam er eine angeblich feste Zusage, dass er das Ferrari-Sondermodell, von dem bisher nur knapp 500 Autos produziert wurden, geliefert bekäme.

"Der Kläger behauptet, er habe einen festen und unbedingten Vertrag abgeschlossen", sagt Landgerichtssprecher Hans-Christian Rümke gegenüber der Neuen Westfälischen.

Trotz Zusage konnte der niedersächsische Auto-Händler nicht liefern. Der Grund: Er hatte angeblich keinen Ferrari für den Kunden aus Herford erhalten.

Das Unternehmen bestreitet außerdem, dass es eine feste Liefer-Zusicherung gegeben habe. Denn oft bevorzugt der italienische Auto-Hersteller bei Sondermodellen Stammkunden. Lieferungen an "normale" Kunden können nicht garantiert werden.

So soll verhindert werden, dass Spekulanten mit den roten Flitzern das schnelle Geld machen, indem sie den Sportwagen zu einem teureren Preis weiterverkaufen.

Der Kläger sieht sich trotzdem im Recht. Er meint, dass ihm der Wertzuwachs von 260.000 auf 300.000 Euro, der jetzt schon verzeichnet werden konnte, versagt blieb.

Deshalb klagt er auf 100.000 Euro Schadensersatz. "Die nächste Verhandlung in der Sache findet statt am 31. März um 11.30 Uhr." Dann sollen auch Zeugen vernommen werden.

Titelfoto: 123RF


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