Mann wird überfallen und flieht mit Taxi: Nun ermittelt die Polizei gegen ihn!

Traun (Österreich) - Ein 39-jähriger Mann wurde angeblich Opfer eines üblen Raubüberfalls, aus dem er nur mit einem Taxi entkommen konnte.

Mit einem Taxi floh das angebliche Raub-Opfer (Symbolbild).
Mit einem Taxi floh das angebliche Raub-Opfer (Symbolbild).  © 123RF/36clicks

Das scheinbare Drama soll sich schon in der Nacht zum 5. Januar abgespielt haben. Wie die Oberösterreichische Polizeidirektion damals mitteilte, sei ein 39-Jähriger von einer Gruppe aus einem Lokal gezerrt worden, gerade als er dieses betrat.

In einer dunklen Zufahrt zu einem Hinterhof kassierte der Mann angeblich Schläge und Tritte von der Dreiergruppe, die sein Bargeld wollte.

Gegenüber der Polizei gab das Raub-Opfer an, sein Portemonnaie den Jugendlichen gegeben zu haben. Sie wollten nach dem Überfall Bargeld abheben geben und gaben ihm anschließend die Karte zurück.

Danach konnte sich der Mann befreien und in ein Taxi fliehen. Der Fahrer verriegelte sofort die Türen und floh mit seinem blutenden Gast vom Ort des Geschehens.

Ein Jugendlicher (19) aus der Gruppe schlug bei der Abfahrt des Taxis noch auf die Frontscheibe des Fahrzeugs. Sie ging dabei zu Bruch.

"Täter" gefunden, verhaftet wurden sie aber nicht

Die Polizei ermittelte in der Angelegenheit intensiv (Symbolbild).
Die Polizei ermittelte in der Angelegenheit intensiv (Symbolbild).  © 123RF/cherokee4

Die Polizei vernahm den Mann kurze Zeit später zu diesem Raubüberfall. Auch die drei Täter konnten ausfindig gemacht werden.

Allerdings stellte sich danach alles ganz anders dar!

So sollen die Drei vor der Bar gestanden und auf ihr bestelltes (!) Taxi gewartet haben. Sie konnten beobachten, wie der 39-Jährige aus der Bar kam und beim Übersteigen eines Zaunes stürzte, berichtet jetzt die Polizei in einer korrigierten Meldung.

Auch konnte nicht nachgewiesen werden, das mit der Bankkarte des angeblichen Opfers in der Nacht versucht wurde, Geld abzuheben.

Als das Taxi für die Gruppe vorfuhr, soll sich der 39-Jährige einfach vorgedrängelt haben. Der Fahrer fuhr dennoch los. Ob der Mann dem Chauffeur diese Geschichte auch so erzählte oder nur den Polizeibeamten, wurde nicht mitgeteilt.

In der Gruppe herrschte deshalb so großer Unmut, dass einer die Windschutzscheibe zu Bruch schlug, weil eine Frau aus der Dreiergruppe unter besonderem Zeitdruck stand. Sie wollte den letzten Zug in Richtung zuhause erwischen. Dies gelang ihr nach der Aktion nicht mehr.

Nun erwartet den 19-Jährigen eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und den 39-Jährigen eine für seine falschen Aussagen.

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