So können Jugendsünden eine Karriere bei der Polizei ruinieren

Bewerber können wegen Jugendsünden von der Polizei abgelehnt werden.
Bewerber können wegen Jugendsünden von der Polizei abgelehnt werden.  © DPA

Berlin – Da wäre beinah der Bock zum Gärtner geworden, doch die Polizei hatte bei der Auswahl ihrer Bewerber genau hingeschaut und schwarze Schafe als für den Polizeidienst ungeeignet aussortiert.

In einem Fall hatte ein 20-Jähriger im Jahr 2013 von seinem Balkon verbotene Feuerwerkskörper in Richtung eines Spielplatzes geworfen. Ein Böller explodierte in der Nähe eines Kleinkindes. Dafür wurde er für zwölf Arbeitsstunden verurteilt.

Ein anderer junger Mann (24) wurde 2015 mit 2,25 Promille auf dem Fahrrad erwischt. Das Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr wurde gegen ein Bußgeld von 400 Euro eingestellt.

Was beide Männer verbindet? Sie bewarben sich nach ihren Fehltritten bei der Polizei. Und wurde beide aussortiert. Beim Auswahlverfahren hatte die Polizei Zweifel, dass die Bewerber charakterlich für die Ausübung des Polizeiberufes geeignet sind.

Beide Männer klagten gegen diese Entscheidung. Doch das Verwaltungsgericht Berlin gab dem Polizeipräsidenten in seiner Entscheidung Recht. In beiden Fällen gebe es berechtigte Zweifel an der Eignung der Bewerber. Dabei spiele es keine Rolle, wie lange die Tat bereits her ist, oder ob das Verfahren eingestellt wurde.

Beide Vorfälle, sowohl das betrunken Radfahren, als auch die Böllerwürfe ließen durchaus Rückschlüsse auf den Charakter der Bewerber zu.

Titelfoto: DPA


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